Kauflaune lässt die Kassen klingeln

Die Kauflaune der Verbraucher wirkt sich positiv auf die Umsätze der Einzelhändler in Deutschland aus: Im Juli setzte die Branche real (preisbereinigt) 3,3 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat, das teilte das Statistische Bundesamt mit. Alle Bereiche legten demnach zu.

01.09.2015

© Gpointstudio / Shutterstock

Deutschlands Einzelhändler haben in den ersten sieben Monaten diesen Jahres preisbereinigt 2,6 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Internet- und Versandhandel wuchs dabei erneut besonders stark – mit einem Plus von 9,2 Prozent. Die Branche steuert somit auf das sechste Wachstumsjahr in Folge zu. Im Vergleich zum Vormonat Juni 2015 stieg der Umsatz im Juli kalender- und saisonbereinigt real um 1,4 Prozent.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juli 2015 real 3,6 Prozent und nominal 3,9 Prozent mehr um als im Juli 2014. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real um 3,6 Prozent und nominal um vier Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde real 2,6 Prozent und nominal 3,9 Prozent mehr umgesetzt als im Juli 2014.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze real 3,1 Prozent und nominal 2,8 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats. Dabei erzielte der Internet- und Versandhandel Zuwachsraten von real und nominal jeweils 9,2 Prozent.

Auch die Geschäfte mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren legten überdurchschnittlich zu: Hier wuchs der Umsatz verglichen mit Juli 2014 um 4,8 Prozent.

Die Kauflaune der Deutschen ist derzeit ausgesprochen gut. Grund sind neben der Rekordbeschäftigung vor allem steigende Löhne bei sehr niedriger Inflation, wodurch die Kaufkraft spürbar zulegt.

Schlagworte: Einzelhandel, Onlinehandel, Kauflaune, Statistisches Bundesamt

Kommentare

Ihr Kommentar