Festtagsgeschäft

Weihnachtliches im Netz

Ein Großteil der befragten deutschen Verbraucher (69 Prozent) wird dieses Jahr seine Weihnachtseinkäufe online erledigen, so eine neue Studie. Rund ein Viertel zieht hingegen den stationären Handel vor, der mit festlicher Stimmung und persönlichem Kundenservice punktet.

02.10.2019

© Amy Walters/Stock Adobe

27 Prozent der Befragten beginnen schon Anfang September mit dem Weihnachtsshopping; zwölf Prozent nutzen dafür sogar den Sommerschlussverkauf.

Knapp ein Drittel der Deutschen kümmert sich zwischen Anfang und Mitte Dezember um Weihnachtsgeschenke. Für rund ein Viertel der Deutschen sind Rabatttage wie Black Friday oder Cyber Monday im November der Startschuss für den Geschenkekauf; 27 Prozent beginnen schon Anfang September. Zwölf Prozent der Befragten nutzen den Sommerschlussverkauf. Im angelsächsisch geprägten Ausland ist man noch früher dran: 29 Prozent der Briten und 19 Prozent der US-Amerikaner greifen schon beim „Prime Day“ im Juli zu. Für Händler bedeutet das, dass sie nicht erst in der Vorweihnachtszeit, sondern bereits gegen Mitte des Jahres von entsprechenden Verkaufsaktionen profitieren können. Dies ergab eine neue internationale Umfrage der Marketingplattform Bazaarvoice unter 2.500 Konsumenten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA.

Auch wenn die Mehrheit der Deutschen Weihnachtsgeschenke mittlerweile im Internet bestellt, haben Konsumenten auch hier einiges zu bemängeln: Die Hälfte (51 Prozent) klagt über lange Lieferzeiten. 41 Prozent haben Probleme damit, angesichts der Vielzahl an Marken- und Produktoptionen die richtige Kaufentscheidung zu treffen. Beide Probleme entfallen im stationären Handel, denn hier spielen Lieferzeiten kaum eine Rolle und durch individuelle Beratung fällt es leichter, sich zu entscheiden. Etwa der Hälfte der deutschen Verbraucher vergeht beim Gedanken an lange Warteschlangen (61 Prozent) und überfüllte Läden (47 Prozent) jedoch die Lust aufs Shoppen, so die Studienautoren. Weitere Probleme sind aufdringliches Verkaufspersonal (45 Prozent) und die begrenzte Produktauswahl (33 Prozent).

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Mobiles Shopping immer wichtiger
Wenn Konsumenten online einkaufen, benutzen sie dazu immer öfter Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets. Bazaarvoice hat Shoppingdaten von 6.000 Brand- und Retailer Websites ausgewertet. Sie zeigen, dass in Europa 67 Prozent des Traffics zur Weihnachtszeit von Mobilgeräten stammt. Entsprechend sollten Händler großen Wert darauf legen, ihre Onlineplattformen für die mobile Nutzung zu optimieren. Hier scheinen deutsche Onlinehändler bereits vieles richtig zu machen: Nur 17 Prozent der befragten Deutschen bemängeln langsame Websites und einen umständlichen Checkout-Prozess. Zum Vergleich: In Großbritannien sehen hier 54 Prozent der Befragten ein Problem.

Die Studie zeige, dass eine schnellere und effizientere Lieferung für 53 Prozent der Deutschen das Einkaufserlebnis deutlich verbessern würde, so die Autoren. Außerdem sind 32 Prozent der Befragten der Auffassung, dass sich ein ausgezeichneter Kundenservice positiv auswirkt. Kundenbewertungen, Fotos und personalisierte Empfehlungen sind laut der Studie für fast ein Viertel der deutschen Befragten wichtig – als Entscheidungshilfe für den Geschenkekauf.

Schlagworte: Weihnachtsgeschäft, Studie, Weihnachtsshopping, Einzelhandel, Onlinehandel

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