Familieneinkauf

Über die Hälfte der Mütter in Deutschland lässt sich beim Shopping von Kinderprodukten gerne inspirieren, so eine neue Studie. Väter beschreiben sich hingegen mehrheitlich als Vernunftkäufer. Beiden Elternteilen sind Produktbewertungen anderer Nutzer besonders wichtig.

19.03.2019

© nd3000 / Stock Adobe

Viele Eltern (55 Prozent) nehmen sich beim Onlineshopping viel Zeit, um sich einen Überblick über die Angebote zu verschaffen. Die Beratung spielt für sie dabei eine zentrale Rolle.

Entgegen dem aktuellen Trend werden Sprachassistenten jedoch nur von einer Minderheit der Eltern (14 Prozent) zum Einkaufen genutzt. Und daran wird sich wohl auch in absehbarer Zeit nur wenig ändern, so die Studienautoren. Denn im Vergleich zur letztjährigen Shoppingumfrage ist der Anteil der Eltern, die sich den Einsatz von Sprachassistenten auch in Zukunft nicht vorstellen können, um zwölf Prozentpunkte auf insgesamt 53 Prozent angestiegen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Family-Shoppingumfrage der Berater von rc - research & consulting im Auftrag des Onlineshops MyToys.

Viele Eltern (55 Prozent) nehmen sich beim Onlineshopping viel Zeit, um sich einen Überblick über die Angebote zu verschaffen. Die Beratung spielt für sie dabei eine zentrale Rolle. 41 Prozent der Eltern fühlen sich in Onlineshops am wohlsten, in denen sie weiterführende Informationen, wie zum Beispiel Empfehlungen zu ähnlichen Produkten, erhalten. Diese sollten gut strukturiert sein, denn ein einfacher Bestellprozess ist Eltern wichtig: 54 Prozent der Befragten bevorzugen demnach Onlineshops, in denen alles sehr aufgeräumt ist, damit der Kauf so schnell und unkompliziert wie möglich erledigt werden kann. "Gerade weil Eltern oft wenig Zeit haben, ist es ihnen auch beim Onlineshopping wichtig, einfach und schnell zum Ziel zu kommen", so MyToys-Gründer und Geschäftsführer Oliver Lederle. "Ein auf sie zugeschnittenes Angebot, kompetente Beratung sowie eine optimale User Experience sind wesentlich, um Familien ein auf Convenience abzielendes Einkaufserlebnis zu ermöglichen."

Inspirationsquellen gesucht

Als Inspirationsquellen dienen beim Familyshopping vor allem die Onlineshops für Kinderprodukte (50 Prozent) selbst, gefolgt von der Recherche über Suchmaschinen (47 Prozent) sowie den sozialen Netzwerken. Während Pinterest (14 Prozent) und Instagram (11 Prozent) immer stärker zu Rate gezogen werden, sinkt die Beliebtheit von Facebook im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte auf 19 Prozent. Hauptverantwortlich für das Familyshopping fühlen sich die Mütter (70 Prozent). Insbesondere bei Pflegeprodukten (73 Prozent) und Heimtextilien (63 Prozent) entscheiden sie oft alleine. Bei Multimediaprodukten sind die Väter häufiger in der Verantwortung (35 Prozent). Fragt man die Väter selbst, entscheidet die Familie meist gemeinsam (58 Prozent).

Nahezu alle deutschen Eltern shoppen Kinderprodukte online (99 Prozent). Zwei Drittel (66 Prozent) geben in der Umfrage an, häufig oder sehr häufig im Internet einzukaufen. Rund jedes zweite Elternteil (49 Prozent) bestellt Kinderprodukte am liebsten mit dem Smartphone. Und das vor allem, weil es schneller geht: Knapp die Hälfte aller elterlichen Mobile Shopper (49 Prozent) sieht im Einkauf mit dem Smartphone eine große Zeitersparnis gegenüber dem Desktop-PC. Während beide Elternteile am liebsten abends vom Sofa aus shoppen (84 Prozent), erledigen Mütter den mobilen Einkauf auch gerne mal nebenbei – zum Beispiel in der Mittagspause (26 Prozent) oder auch beim Warten auf die Kinder (21 Prozent) – und Väter immer häufiger vom Büro aus (38 Prozent). 
 

Schlagworte: Studie, E-Commerce, Onlinehandel, Kaufverhalten

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