Shoppen per App

Kunden werden zunehmend mobiler und sind in allen Webumgebungen aktiv. So zeigt eine Studie des Technologieunternehmens Criteo, dass 48 Prozent aller E-Commerce-Sales in Deutschland mittlerweile mobil stattfinden.

05.06.2018

© Stanisic Vladimir/ stock.adobe.com

Smartphones legten im Jahresvergleich beim Anteil an den E-Commerce-Sales um 36 Prozent zu, wohingegen Tablets (minus neun Prozent) und Desktops (minus 13 Prozent) weitere Anteile verloren. „Der E-Commerce verlagert sich speziell in Richtung mobiler Apps. Unsere Studie zeigt, dass Händler in Europa, die eine Shopping-App anbieten, schon fast die Hälfte ihrer mobilen Sales über die App generieren. Ein Blick in andere Regionen wie Asien-Pazifik und den Nahen Osten zeigt zudem, dass dort Sales in Apps das mobile Web schon überholt haben“, sagt Georg Sobczak, Managing Director DACH bei Criteo. „Deutsche Händler sollten ihre Scheu gegenüber Apps ablegen und einen App-First-Ansatz verfolgen, um ihre mobilen Zielgruppen dauerhaft für sich zu begeistern.“

Die wichtigsten Erkenntnisse

Mobile Transaktionen beschränken sich nicht länger ausschließlich auf mobile Webseiten. Händler sollten daher Shopping-Apps priorisieren und diese optimieren, um die sich bietenden Umsatzchancen zu nutzen.

Konsumenten wechseln zwischen Geräten, Kanälen und Plattformen, wobei Smartphones die zentrale Rolle einnehmen.

Mit dem Abgleich von Offline- und Online-Daten können Händler die Kaufabsichten ihrer Kunden besser einschätzen. Das ist besonders wichtig, weil Omnichannel-Shopper den höchsten Lifetime Value in puncto Umsatz aufweisen.

App-Nutzung nimmt zu

Weltweit nehmen In-App-Sales stark zu, die Zahl der Transaktionen ist im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent gestiegen.

Europäische Händler mit Shopping-Apps generieren mit Apps 47 Prozent ihrer mobilen E-Commerce-Transaktionen. Bei diesen Händlern bevorzugen 26 Prozent aller Konsumenten in Europa den Kauf über App. Das Mobile Web liegt bei 29 Prozent und Desktop bei 45 Prozent.

Die Conversion Rates in Shopping-Apps ist in Europa mehr als dreimal so hoch wie im Mobile Web.

Der Mobile Markt Deutschland

Die Zahl der Transaktionen über Smartphones stieg in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent; gleichzeitig gingen die Zahlen für Tablet und Desktop zurück. Den höchsten Anteil am mobilen Umsatz hatten die Branchen Gesundheit und Kosmetik, Fashion und Luxusartikel sowie Universalhändler mit 52 Prozent beziehungsweise 48 Prozent. Damit übertrafen sie andere Kategorien wie Sportartikel oder Haushaltswaren.

Deutsche Konsumenten kaufen am Vorabend und Abend sowie am Wochenende eher auf mobilen Geräten ein; der Desktop-Computer bleibt jedoch der bevorzugte Einkaufskanal vom Morgen bis zum Nachmittag.

Omnichannel als große Chance

Obwohl sie lediglich sieben Prozent aller Kunden ausmachen, generieren Omnichannel-Shopper 27 Prozent aller Umsätze. Daten helfen außerdem, Marketingaktivitäten zu optimieren. Händler, die Offline- und Onlinedaten miteinander verbinden, können mehr als viermal so viele Verkaufsdaten für ihre Marketingstrategien nutzen.

Studienmethodik

Der Global Commerce Review analysierte im ersten Quartal 2018 individuelle Surf- und Shoppingdaten von über 5.000 Retailern in mehr als 80 Ländern.
Den Bericht gibt es hier zum Download.

Schlagworte: E-Commerce, Shopping-App, Mobile-Shopping, Criteo

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