Frisch gerankt: Die größten Onlineshops

Der deutsche E-Commerce-Umsatz der Top-100-Onlineshops kann auch in 2018 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum aufwarten und schafft eine Steigerung von 10,2 Prozent bei einem Gesamtjahresumsatz von 33,6 Milliarden Euro. Dies ergab eine neue Studie von EHI und Statista.

10.09.2019

© Otto/ECE

Spitze auf dem deutschen E-Commerce-Markt: Die Statistik insgesamt führen nach wie vor die Branchenriesen Amazon, Otto und Zalando an.

Die Generalisten verteilen noch immer 47,8 Prozent des Gesamtumsatzes unter sich; zweitgrößtes Segment ist die Unterhaltungselektronik (16,7 Prozent), gefolgt von Bekleidung (15,8 Prozent). Während es aus diesen Branchen jeweils viele Shops in das Top-100-Ranking geschafft haben, gibt es in anderen Kategorien, bei einer Betrachtung des in Deutschland generierten Umsatzes der jeweiligen Onlineshops, regelrechte Platzhirsche, die einen Großteil des Umsatzes für sich sichern. Für die Marktsegmente Erotik ist dies eis.de (130,9 Millionen Euro), bei Optikern dominiert misterspex.de (74,4 Millionen Euro). Platzhirsch bei Lebensmitteln & Getränken ist shop.rewe.de (133,4 Millionen Euro), bei Tierbedarf ist es zooplus.de (253,8 Millionen Euro).

Die Statistik insgesamt führen nach wie vor die Branchenriesen amazon.de (9,3 Milliarden Euro), otto.de (3,2 Milliarden Euro) und zalando.de (1,4 Milliarden Euro) an, die zusammen 13,9 Milliarden Euro also 41,4 Prozent des E-Commerce-Gesamtumsatzes der Top 100 auf sich vereinen.

Gewinner im Ranking

Die überraschenden Aufsteiger des Jahres kommen aus den Segmenten „Bekleidung“ und „Drogerie & Gesundheit“. Bei Bekleidung sind es die britische Marke Asos mit asos.de, die ein starkes Umsatz-Wachstum aufweist, und das chinesische Unternehmen shein.com, das erstmals im Ranking berücksichtigt wurde. Auch das deutsche aboutyou.de spielt in derselben Liga und kann sich gegenüber den internationalen Senkrechtstartern mit ebenfalls starkem Wachstum behaupten. Trotz des durch den heißen Sommer für die Branche schwierigen Jahres 2018, haben es diese drei Online-Pureplayer sowie das Shopping-Club-Format bestsecret.de in die Top 30 geschafft.

Im Segment „Drogerie & Gesundheit“ sind die großen Gewinner dm.de, flaconi.de und auch die Parfümerie douglas.de, die im stationären Bereich zuletzt mit Filialschließungen auf sich aufmerksam machte. Auf den Onlinekanälen schafften Douglas wie dm und Flaconi eine Steigerung um mehr als 25 Prozent über das Vorjahresniveau.

Das gesamte Ranking der hundert umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland wurde der gemeinsamen Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2019“ von EHI und Statista entnommen und ist als Poster kostenlos erhältlich. Unter diesem Link (Link bitte anklicken oder kopieren und in den Browser einfügen: https://go.ehi.de/top-onlineshops-2019) des EHI finden Sie eine interaktive Grafik dazu. Die Top-100-Onlineshops lassen sich nach Branche und Platzierung filtern; so lässt sich das Ranking beispielsweise um amazon.de bereinigen. Außerdem lässt sich über die untere Menüleiste der Grafik über den Punkt „Freigeben“ ein Einbettungscode abrufen, mit dem die Infografik in die eigene Website eingebettet werden kann, sodass Nutzer hier selbst verschiedene Ansichten wählen können. Die gesamte Studie über die Top-1.000-Onlinehändler erscheint am 9. Oktober 2019 im EHI-Verlag.

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Zur Erhebungsmethodik: Die Angaben der Studie beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben aus Geschäftsberichten, Pressemitteilungen und Unternehmenswebsites ergänzt um Sekundärdaten. Schwerpunkt der Untersuchung waren B2C-Onlineshops mit Ausnahme von Marktplätzen. Berücksichtigt wurde der Umsatz mit physischen Gütern. Der Umsatz mit digitalen Gütern wie Apps und Streaming-Diensten von Shops, zum Beispiel Apple iTunes und Spotify, wurde nicht berücksichtigt. Betreibt ein Unternehmen mehrere Onlineshops, so wurde jeder Shop separat betrachtet.

Beispiel Umsatzermittlung Amazon: Der Gesamtumsatz Deutschland beträgt laut Geschäftsbericht 16,8 Milliarden Euro. Dieser inkludiert jedoch Service- und Subscription-Umsätze (AWS, Prime-Mitgliedschaften, audible.de etc.) sowie alle Exporte von amazon.de ins Ausland. Die Service-Umsätze, die Exporte sowie die Umsätze weiterer Amazon-Angebote wurden aus dem Deutschlandumsatz für amazon.de herausgerechnet.

Definition E-Commerce-Umsatz: In Deutschland generierter Nettoumsatz des jeweiligen Onlineshops im Jahr 2018, bereinigt von Retouren, exklusive Umsatzsteuer und nur aus der reinen Geschäftstätigkeit des Onlineshops (ohne sonstige betriebliche Erträge des Unternehmens).

Schlagworte: Einzelhandel, Digitalisierung, E-Commerce, Onlinehandel, EHI Retail Institute

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