Fakeshops besser erkennen

Weihnachten nähert sich mit großen Schritten und damit auch die Hochphase des Onlineshoppings. Worauf Händler achten sollten, damit ihr Angebot im Netz von potenziellen Kunden als seriös wahrgenommen wird, macht ein simulierter Fakeshop nun spielerisch erfahrbar.

06.11.2018

© Trusted Shops

Auf der Seite shop-oder-flop.de können Händler wie Verbraucher ihr Wissen testen und in Form eines Gewinnspiels zeigen, ob sie die Merkmale eines vertrauenswürdigen Onlineshops erkannt hätten. „Wir haben einen ganz normalen Webshop nachgestellt, in dem wir allerdings einige Hürden eingebaut haben. Zeigen die Teilnehmer anhand von sechs Fragen, an welchen Merkmalen man die Seriosität eines Onlineshops erkennt, können sie beispielsweise ein neues iPhone gewinnen“, so Carsten Föhlisch, Bereichsleiter Recht beim Gütesiegelvergeber Trusted Shops, der das Angebot bereitstellt – und folgende Prüfkriterien in den Mittelpunkt rückt:

1. Gut erkennbare Anbieterkennzeichnung
Verkäufer sollten sofort und eindeutig identifiziert werden können. Sind die entsprechenden Angaben nur schwer oder gar nicht auffindbar, wirkt das unseriös.

2. Ungenügender Datenschutz
Sind die Aussagen zum Datenschutz lückenhaft oder fehlen sie ganz, misstrauen Kunden zurecht der Sicherheit ihrer Daten.

3. Uneindeutige Preisangaben
Sämtliche Preisangaben sollten klar wiedergeben, dass die Mehrwertsteuer bereits enthalten ist und welche Versandkosten inklusive eventueller Zuschläge entstehen. Werden die Versandkosten nicht genannt oder ist deren Bedeutung unklar, wirkt dies unseriös. Eine Zahlung per Vorkasse sollte durch einen Käuferschutz abgesichert sein.

4. Offen gehaltene Lieferfrist
Kann ein Produkt nicht sofort geliefert werden, muss die längere Lieferzeit direkt beim Produkt genannt sein.

5. Unsichere Datenübertragung
Seriöse Händler stellen eine verschlüsselte Übertragung der Daten sicher, damit diese nicht abgefangen und missbraucht werden können und Kunden nicht gegen die Bedingungen ihrer Bank verstoßen. Das Schloss-Symbol im Browser zeigt an, dass die Übertragung verschlüsselt ist.

6. Unrechtmäßige Beschränkung des Widerrufs
Bis auf wenige Ausnahmen können erworbene Waren innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden.

7. Tückisches im Kleingedruckten des Widerrufs
Verbraucherunfreundlich und gesetzlich verboten: Händler dürfen nicht versuchen, über ihre AGB-Klauseln Kunden unangemessen zu benachteiligen. Aussagen wie „Versand auf Gefahr des Käufers“ oder „Transportschäden müssen sofort gemeldet werden“ sind unzulässig und unwirksam.

8. Zertifizierung durch Gütesiegel
Beim Klick auf das Siegel muss sich ein neues Fenster öffnen, das sogenannte Zertifikat. Dort erfahren Verbraucher den Status des Siegels. Händler müssen darauf achten, dass die URL („Internetadresse“), welche im Zertifikat angegeben ist, auch mit der des Shops übereinstimmt.

Schlagworte: E-Commerce, Gütesiegel, Onlineshop, Fakeshop, Vertrauen

Kommentare

  • Vorname Nachname

    Ein sehr interessanter Beitrag.
    Antworten
    18.03.2019, 16:15 Uhr
    • Vorvorname Nachnachname

      Finde ich auch.
      Antworten
      18.03.2019, 16:15 Uhr
  • Vorvorname Nachnachname

    Mein Vorredner hat vollkommen recht.
    Antworten
    18.03.2019, 16:16 Uhr
Ihr Kommentar