Cross-Border-E-Commerce

Onlinehändler gehen über Grenzen

Deutsche mittelständische Händler generieren mittlerweile 32 Prozent ihres Umsatzes außerhalb von Deutschland, so eine neue Studie. Der Schritt in den Auslandsmarkt bringe große wirtschaftliche Vorteile in Form von Neukunden und zusätzlichen Umsätzen mit sich.

21.07.2020

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Bestellungen aus dem Ausland werden seltener retourniert als Aufträge der deutschen Kundschaft.

Im Durchschnitt verkaufen die 130 befragten Händler ihre Produkte oder Dienstleistungen in acht europäische Länder. Insbesondere Österreich wird als direkter Nachbar als Markt favorisiert (69 Prozent), aber auch Frankreich und die Schweiz bieten in den Augen von deutschen Händlern große Potenziale. Dies spiegelt sich auch in der Umsatzstärke wider: Für 44 Prozent der Händler gehört Österreich zur Top 5 der umsatzstärksten Länder.

Weniger stark bearbeitet werden die osteuropäischen Märkte. Insbesondere Rumänien, die Türkei und Bulgarien werden aufgrund von erwarteten Zahlungsausfällen als Risikomärkte eingestuft, so einige Ergebnisse der Studie „Grenzenlos erfolgreicher Onlinehandel – E-Commerce und Payment im internationalen Kontext“ von ECC Köln und Payment-Service-Provider Mollie.

Deutsche retournieren besonders häufig

Das Geschäft im Ausland stellt deutsche Händler vor Herausforderungen. Vor allem der Reklamations- und Retourenprozess wird von 61 Prozent der befragten Unternehmen als größte Herausforderung eingestuft. Darauf folgen Versandabwicklung (39 Prozent) und Onlinemarketing im Ausland (35 Prozent). Gleichzeitig zeigt die Studie, dass Bestellungen aus dem Ausland seltener retourniert werden als Bestellungen der deutschen Kundschaft.

Der länderspezifisch abgestimmte Paymentmix spielt eine große Rolle beim Erfolg im internationalen E-Commerce. 69 Prozent der befragten Händler geben an, dass E-Commerce-Kunden häufiger im Ausland bestellen werden, wenn sie lokale Zahlungsverfahren nutzen können. 17 Prozent der befragten Händler bieten heute einen individuell zusammengestellten Paymentmix in jedem Land an. Was die Vielfalt der international gebotenen Zahlungsmöglichkeiten angeht, so werden im Durchschnitt rund zwei lokale Zahlungsverfahren von deutschen Onlinehändlern angeboten. Hier werden vor allem Paysafecard (23 Prozent), Visa Local (15) und ING Home’Pay (13) ausgewählt.

Die gesamte Studie steht hier zum Download zur Verfügung. 
 

Schlagworte: Einzelhandel, Cross-Border, E-Commerce, Onlinehandel

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