E-Commerce

Größte Onlinehändler knacken 50-Milliarden-Marke

Die 1.000 umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland erwirtschafteten im Vorjahr 51,69 Milliarden Euro. Verglichen mit 2018 (46,00 Milliarden Euro) entspricht das einem Umsatzwachstum von 12,4 Prozent, so die aktuelle Analyse des Rankings der größten Shops von EHI und Statista.

06.10.2020

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Die erfolgreichsten Versandhändler in Deutschland verzeichnen ein zweistelliges Umsatzwachstum, doch allein gut 40 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen auf die zehnköpfige Spitzengruppe Top Ten.

Die Top Ten der Onlineshops verbuchen zusammen 40,2 Prozent des Gesamtumsatzes, was 20,79 Milliarden Euro entspricht. Ein knappes Drittel (32,4 Prozent) des Umsatzes der Top 1.000 beziehungsweise 16,74 Milliarden Euro ging auf das Konto der Shops der Ränge elf bis 100. Die Ränge 101 bis 500 kommen zusammen auf einen Umsatzanteil von 20,7 Prozent. Das entspricht 10,70 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2019. Die Shops auf den Rängen 501 bis 1.000 haben die übrigen 3,46 Milliarden Euro erwirtschaftet und teilen damit einen Umsatzanteil von 6,7 Prozent unter sich auf.

Generalisten sind mit einem Anteil von 35,5 Prozent (Umsatz: 18,35 Milliarden Euro) am häufigsten unter den 1.000 umsatzstärksten Shops zu finden. Unter den Spezialisten sind die Produktsegmente Bekleidung (Umsatzanteil: 17,6 Prozent / Umsatz: 9,11 Milliarden Euro) und Unterhaltungselektronik (Umsatzanteil: 14,5 Prozent / Umsatz: 7,48 Milliarden Euro) am häufigsten vertreten. Alle weiteren Produktsegmente wie Drogerie & Gesundheit (Umsatzanteil: 5,9 Prozent) und Lebensmittel & Getränke (Umsatzanteil: 1,6 Prozent) haben nur einen einstelligen Umsatzanteil unter sechs Prozent erreicht.

Selbstabholung immer häufiger im Angebot

Aufgrund des immer weiter zunehmenden Versand- sowie Verkehrsaufkommens, insbesondere in Innenstädten, wird es für Handelsunternehmen immer wichtiger alternative Versand- und Zustellarten anzubieten. So haben die Kunden mittlerweile bei mehr als der Hälfte (53,9 Prozent) der Top-1.000-Onlineshops die Möglichkeit die bestellte Ware in einem stationären Laden (Click & Collect), an einer Paketstation wie DHL Packstation und Amazon Locker oder an einem Abhollager entgegenzunehmen. Im Vergleich zum Vorjahr bieten damit 230 weitere Shops diesen Service an.

Paketstationen bieten Kunden die Flexibilität, Sendungen rund um die Uhr eigenständig abzuholen und lassen sie dadurch unabhängiger von der Bereitschaft Dritter werden. „Die letzte Meile mit der im besten Fall erfolgreichen Zustellung ist und bleibt eine große logistische Herausforderung für die gesamte Branche. Ihre Optimierung wird zukünftig über die Wettbewerbsfähigkeit von Handelsunternehmen entscheiden“, so Lars Hofacker, Leiter Forschungsbereich E-Commerce beim EHI.

Corona hat das Einkaufsverhalten in diesem Jahr stark verändert, wodurch ein positiver Effekt auf den Onlinehandel zu erwarten ist. So geht der Großteil der Befragten auch für das Umsatzjahr 2020 von einem weiteren Wachstum des E-Commerce-Markts aus. 80 Prozent der befragten Handelsunternehmen rechnen mit einem Umsatzwachstum für ihren Onlineshop in diesem Jahr. 63,8 Prozent rechnen sogar mit einem starken Wachstum. 

Eine interaktive Grafik mit den Top-100-Onlineshops in Deutschland finden Sie hier.
Die gesamte Studie über die Top-1.000-Onlineshops ist hier im EHI-Verlag erhältlich.

Schlagworte: Studie, EHI Retail Institute, Onlinehandel, E-Commerce

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