Schuhfachhandel wächst schwach

Das Segment der Sport- und Freizeitschuhe gewinnt im Schuhmarkt an Bedeutung. Das ist ein Ergebnis der Warengruppenanalyse des „Branchenfokus Schuhe“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung.

10.08.2016

© Zarya Maxim/Fotolia

Auch in der Distributionsstruktur des Marktes spiegelt sich dieser Trend wider: Streetwear- und Sneaker-Retailer sind gut im Geschäft, während die klassischen Schuhfachhandelsketten die Entwicklung in ihren Sortimenten noch unzureichend abbilden. Überdies greifen Konsumenten häufiger auf günstigere Preislagen zurück. Mit einem Plus von gerade einmal 0,9 Prozent auf rund 9,6 Milliarden Euro ist der Schuhmarkt im Jahr 2015 kaum gewachsen. Einzig aus dem Onlinegeschäft kommen Wachstumsimpulse, so die Studienautoren.

Dominiert wird der Schuhfachhandel von filialisierten Betrieben: Sie vermochten ihre Fachhandelsbedeutung lange Zeit etwa über Vorteile auf den Beschaffungsmärkten, Markenbekanntheit oder 1a-Lagen auszubauen. Im Zeitraum der Jahre 2011 bis 2013 konnten jedoch die Vorjahresumsätze nicht mehr erreicht werden. Und auch wenn die letzten beiden Jahre wieder ein Umsatzplus einbrachten, entwickelte sich die Vertriebsform mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (2009 bis 2015) von 1,5 Prozent insgesamt deutlich unterhalb des Gesamtmarktes (plus 2,4 Prozent).

Schlagworte: IFH Köln, Schuhmarkt, Studie, Branchenfokus Schuhe

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