Regionale Produkte sind Verbrauchern lieb und teuer

Es sind vor allem die gute Qualität und positive Umweltaspekte, die Konsumenten an regionalen Produkten schätzen, so eine Umfrage unter 13.800 Verbrauchern in 17 europäischen Ländern. Allerdings empfindet die Mehrheit der Befragten Regionales als eher teuer.

26.08.2019

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Der Trend zu regionalen Produkten hält ungebrochen an.

89 Prozent der befragten Verbraucher geben an, dass sie Erzeugnisse aus ihrer Region sehr schätzen. Nach den Ergebnissen des Konsumbarometers 2019 von Consors Finanz sind insbesondere Österreicher (93 Prozent) und Deutsche (92 Prozent) angetan von Waren aus der Heimat. Doch die haben auch ihren Preis: 64 Prozent der Befragten empfinden Regionales als teuer. In Deutschland sagen das 57 Prozent.  

Was die Folgen dieser Wahrnehmung angeht, zeigt sich ein gespaltenes Bild. Auf der einen Seite ist es bei 47 Prozent der europäischen und 52 Prozent der deutschen Verbraucher der Preis, weswegen sie bei regionalen Produkten abwinken. Auf der anderen Seite geben 61 Prozent der europäischen beziehungsweise 59 Prozent der deutschen Konsumenten an, dass sie für ein regionales Produkt durchaus mehr bezahlen würden. Davon wären in Deutschland 27 Prozent mit einem Preisaufschlag von bis zu fünf Prozent einverstanden, 73 Prozent würden sogar noch höhere Kosten akzeptieren (Europa: 35 beziehungsweise 65 Prozent). „Das zeigt, dass sich die Grundeinstellung insgesamt verändert“, meint Anja Wenk, Leiterin des Bereichs Retail Financial Solutions von Consors Finanz. „Immer mehr Verbraucher scheinen offenbar ihr Kaufverhalten zu hinterfragen und erkennen, dass Qualität und verantwortungsvoller Konsum nicht zu Billigpreisen zu haben sind“, so Wenk.

Die vollständige Studie steht nach Angabe der Kontaktdaten hier zum Download bereit. 

Schlagworte: Einzelhandel, Regionale Produkte, Regionalität, Marketing, Lebensmittelhandel

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