Der Modehandel der Zunkunft

Wie sieht der Fashion-Markt der Zukunft aus? Der Wettbewerb im Modehandel ist intensiv und der Strukturwandel setzt den Markt weiter unter Druck. Selbst etablierte Unternehmen müssen sich mit innovativen Ansätzen und reizvollen Konzepten immer wieder neu behaupten.

09.11.2015

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Der Fachhandel bleibt mit nur geringen Anteilsverlusten der dominierende Vertriebsweg im Jahr 2025.

Was bedeutet dies für den Modemarkt der Zukunft? Welche Rolle können Multi-Label-Händler zwischen Herstellershops, vertikalen Händlern und Internet-Pure-Playern noch einnehmen? Die neue Studie von Institut für Handelsforschung (IFH) Köln, der Unternehmesberatung KPMG und der Bundesfachverband des deutschen Textileinzelhandels (BTE) zeigt: Auch 2025 gibt es noch Raum für den Fachhandel – eine zunehmende Online-Offline-Vernetzung und Prozessoptimierung vorausgesetzt.

Fachhandel bleibt dominierender Vertriebsweg

Der Online-Anteil am Fashion-Markt wird bis 2025 von heute 21 auf rund 36 Prozent deutlich steigen, vor allem zulasten der Umsätze über stationäre Geschäfte. Doch obwohl sich in Zukunft die Marktanteile der einzelnen Vertriebswege am Fashion-Markt weiter verschieben und vor allem Internet-Pure-Player ihren Marktanteil auf rund elf Prozent verdoppeln werden, bleibt der Fachhandel mit nur geringen Anteilsverlusten der dominierende Vertriebsweg im Jahr 2025. Voraussetzung hierfür ist, dass die beteiligten Anbieter die Herausforderung der Digitalisierung und der dadurch verschärften Wettbewerbssituation aktiv angehen. Cross-Channel-Konzepte sind die Basis für kundenorientiertes „Handeln“ der Zukunft.

Klares Profil steigert die Erfolgsaussichten

Der hohe Innovationsdruck gepaart mit der demografischen Entwicklung und immer weiter steigenden Kundenanforderungen fordert auch seine Opfer. Nicht alle Fashionhändler werden Schritt halten können. Laut Prognose der Studienpartner muss bis 2025 mit der Schließung von rund 2500 Läden im Fashioneinzelhandel, das heißt etwa vier Prozent der aktuellen „Doors“, gerechnet werden. Aber: Die Chancen für den stationären Handel insgesamt stehen vergleichsweise gut. Die Konsumausgaben stützen die Konjunktur – Konsumenten möchten auch in Zukunft unvermindert Geld für Mode ausgeben. Gefordert ist jetzt ein beherztes Engagement, die zügige Umsetzung neuer Ideen und vor allem eine klare Profilbildung – sowohl online als auch offline.


Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Der Online-Anteil am Fashion-Markt (rund 21 % in 2015) steigt bis 2025 auf rund 36 Prozent.
     
  • Der Marktanteil der Internet-Pure-Player am Fashion-Markt 2025 steigt (von etwa 5,4 % in 2015) auf elf Prozent.
     
  • Der stationäre Fashion-Fachhandel wird bis 2025 nur rund zwei Prozentpunkte Marktanteil verlieren (von 60,6 % 2015 auf ca. 58,6 % in 2025).
     
  • Bis 2025 werden rund 2500 stationäre Fashion-Läden schließen (2013 wies die Handelsstatistik knapp 61.000 Geschäfte bzw. Doors im Fashion-Einzelhandel aus).

Schlagworte: Modehandel, Fashion

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