Bio-Supermärkte behaupten sich

Immer mehr Menschen kaufen ökologisch bewusst ein und gehen dafür gezielt in den Bio-Supermarkt. So steigerte der Naturkostfachhandel 2017 seinen Umsatz um 2,5 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro.

13.02.2018

© marog pixcells/Adobe Stock

Damit knüpfen die Bio-Märkte laut Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) an die positive Entwicklung aus dem Vorjahr an, wenngleich sie die damalige Wachstumsrate von 5,6 Prozent nicht wieder erreichen konnten. Der Bundesverband erwartet, dass der Umsatz auch 2018 weiter steigt. Im letzten Quartal sei erneut ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen gewesen. Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft deuten außerdem darauf hin, dass den Konsumenten Tierwohl und eine umweltschonende Produktion sehr wichtig sind.

Konventioneller Handel wird abgehängt
Selbst die konventionellen Lebensmittelhändler haben längst ihr Angebot an Bio-Lebensmitteln erweitert und werben teils massiv mit den Produkten. Doch können sie laut Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN, längst nicht mit den 2.500 Filialen der Fachhändler mithalten: Denn Bio sei bei ihnen eben nur ein kleiner Teil des Angebots. „Wenn die gesellschaftliche Entwicklung anhält – und das wird sie – werden diese Bio-Anteile im Sortiment langfristig die Ansprüche der Kunden nicht mehr befriedigen können.“ Stattdessen wachse der Naturkostfachhandel stabil weiter und werde bei Kunden immer beliebter.

Um das Wachstum zusätzlich zu befeuern setzt Röder auf die Unterstützung der Politik. Die Europäische Union plane, den Mitgliedsstaaten mehr Flexibilität bei der Höhe der Mehrwertsteuer zu geben. Für Bio-Produkte solle die Mehrwertsteuer dann abgesenkt werden, fordert der Verband.

Schlagworte: Umsatz, Naturkostfachhandel, Bio-Produkte, bio-Lebensmittel, Bio

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