Lebensmitteleinzelhandel

Supermärkte suchen Aushilfen

Die Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel sichern die Grundversorgung auch in Zeiten außergewöhnlicher Belastung infolge der Coronakrise. Die Rewe Group und Edeka werben um zusätzliche Aushilfen.

17.03.2020

© Getty Images/Dave and Les JacobsLloyd Dobbie Blend Images

Um ihr in Zeiten der Coronakrise stark beanspruchtes Personal zu entlasten, suchen die großen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels zusätzliche Aushilfen.

„Wer in unseren Märkten jetzt als Aushilfe tätig werden möchte, kann sich unkompliziert bewerben“, sagte Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group. „Studierende zum Beispiel, die wegen der aktuellen Schließung der Universitäten Interesse haben, bei Rewe oder Penny auszuhelfen, können sich direkt in dem Markt bewerben, in dem sie tätig werden möchten. Dort sind Bewerbungsformulare erhältlich.“ Edeka und Netto forderten ebenfalls alle Interessierten auf, sich als Aushilfen zu bewerben.

Trotz hoher Nachfrage ist die Warenversorgung bei Rewe und Penny in Deutschland gesichert, erklärte Souque: „Wir hatten uns bereits in den vergangenen Tagen auf die erhöhte Nachfrage eingestellt. Die Frequenz der Warenbelieferung aus den Lägern in die Märkte haben wir erhöht. Unsere Märkte bei Rewe und Penny sind gut versorgt und werden das auch bleiben.“ Ähnlich äußerten sich auch Edeka Nord sowie, im Rahmen einer Umfrage der Deutschen Presse Agentur, Aldi, Real und Kaufland.

Die in einigen Beiträgen in Sozialen Medien geschürte Panik kommentierte Souque deutlich: „Wir werden bei Rewe und Penny weiterhin dafür sorgen, dass die Menschen in Deutschland ausreichend mit Lebensmitteln versorgt sind. Darauf können sich alle verlassen. Die Falschmeldungen über Marktschließungen, die aktuell verbreitet wurden, finde ich zynisch und widerwärtig.“ 

Durch die Grenzkontrollen haben sich die Transportzeiten verlängert. Um mögliche transportbedingte Schwankungen auszugleichen, hat Rewe den Lagerbestand erhöht. Damit die Ware weiterhin möglichst rasch aus den Lagern in die Regale verbracht werden kann, hatten die Bundesländer das Sonntagsfahrverbot für LKW gelockert und Ausnahmegenehmigungen für Sonntagsarbeit in Logistik und Warendistribution ermöglicht. Zudem gehört der Lebensmittelhandel zur kritischen Infrastruktur, so dass Mitarbeiter die Notbetreuung ihrer Kinder bei der Schließung von Kitas und Schulen nutzen dürfen. „Diese Maßnahmen unterstützen die Handelsunternehmen dabei, die Belieferung der Geschäfte und die Versorgung der Bevölkerung auch bei einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus zu gewährleisten“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
 

Schlagworte: Lebensmitteleinzelhandel

Kommentare

  • Tina Sauerland

    Habe Interesse in flensburg auszuhelfen. Bin ab den 01.04.2020 in kurtzarbeit und hätte Zeit. Bin seit 15 Jahren im texil dicout bei kik tätig. Wen sie hielfe brauchen melden sie sich bitte Gruß Frau sauerland
    Antworten
    31.03.2020, 12:50 Uhr
    • RE WE

      Hallo Frau Sauerland, danke für das Angebot! Wir benötigen Ihre Hielfe! Bitte kommen Sie schnell in Ihren nächsten Markt. Danke, Ihr REWE!
      Antworten
      31.03.2020, 12:50 Uhr
  • Claudia Seiler



    Ich bin bei GaleriaKarstadtKaufhof in Wismar tätig und seit 14 Tagen in Kurzarbeit.
    Gern würde ich momentan ne Tätigkeit annehmen, die nicht auf mein Kurzarbeitergeld angerechnet wird.
    LG
    Claudia Seiler
    Antworten
    01.04.2020, 16:45 Uhr
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