Coronavirus

Wie sich die Infektionsgefahr in Verkaufsräumen senken lässt

Der Herbst kommt, draußen wird es ungemütlich – die ideale Gelegenheit für Shoppingtouren. Doch angesichts der Coronapandemie meiden viele Verbraucher den Aufenthalt in schlecht durchlüftbaren Läden aus Angst vor Ansteckung. Luftfilter können das Risiko reduzieren und dafür sorgen, dass Kunden sich sicherer fühlen.

Von Thomas Müller 12.10.2020

© Ralph Lueger / Imago Images

Viele Verkaufsräume lassen sich in der kalten Jahreszeit schlecht lüften - Luftfilter können Abhilfe schaffen.

Im Sommer war alles einfacher: Offene Fenster sorgten für einen dauernden Luftaustausch in den Verkaufsräumen und damit für eine Verringerung der potenziell infektiösen Aerosole, die beim Atmen und Sprechen ausgeschieden werden. Auch die Bundesregierung weist in einer aktuellen Empfehlung explizit darauf hin, wie wichtig der Luftaustausch für den Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus ist.

Wie genau das ablaufen soll, fasst die sogenannte Grundformel zusammen: Demnach soll ein Raum alle 20 Minuten gelüftet werden. Doch im Winter kann es schnell zu ungemütlichen Temperaturen in Läden führen, wenn der Betreiber diesen Ratschlag konsequent verfolgt – von steigenden Heizkosten mal ganz abgesehen.

Einen Ausweg weist womöglich die moderne Technik. Das glaubt etwa die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, die Anfang September erklärt hat, in Gastronomie und Handel könnten Luftfilter im Kampf gegen das Coronavirus hilfreich sein. Wichtig dabei: Ausschließlich Geräte mit den Filterklassen HEPA 13 oder 14 bieten tatsächlich Schutz vor dem Virus, wie die Verbraucherzentrale ausführt.

Partikelfilter reinigen die Atemluft

Solche Partikelfilter sind üblicherweise in Kliniken und Labors im Einsatz. Aber auch in Verkaufsräumen sind hocheffiziente HEPA-14-Filter in der Lage, mindestens 99,995 Prozent der Aerosole – und damit auch die darin gebundenen Viren - aus der Luft zu filtern.

Anbieter haben reagiert und stellen Geräte vor, die speziell auf die Bedürfnisse des Handels zugeschnitten sind. Die auf Filter- und Absauganlagen spezialisierte Esta Apparatebau GmbH etwa hat die VirBox auf den Markt gebracht: Ein mobiles Filtergerät, das passend zum jeweiligen Einsatzzweck mit Whiteboards oder individuell bedruckten Werbetafeln ausgestattet und individuell gestaltet werden kann. Zudem sie es möglich, einen Desinfektionsmittelspender anzubringen, so Geschäftsführer Philipp Raunitschke. Er ist überzeugt von der Wirksamkeit der Filterlösungen und erklärt: „Im Grunde müsste man die AHA-Regel um zwei ,L‘ für Lüften und Luftreinigen erweitern – im Interesse vieler Händler und anderer Unternehmer.“

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus

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