Handelsverband Tabak

Das Eisen aus dem Feuer geholt

Der Handelsverband Tabak (BTWE) hat zur Unterstützung der Händler eine Hilfsaktion gestartet: Mitglieder der Einzelhandelsorganisation, deren ­Geschäft im Rahmen behördlicher ­Auflagen zur Coronakrise geschlossen wurde, können jetzt bis zu 30.000 Euro Förderung beantragen.

Von Franziska Köster, Handelsverband Tabak (BTWE) 15.07.2020

© Getty Images/Kivilcim Pinar

Der Unterstützungsbetrag stellt eine einmalige, nicht rückzahlbare Förderung dar. Bedingung für die Antragstellung ist eine Mitgliedschaft im Einzelhandelsverband.

Durch die behördlich angeordnete Schließung ihres Geschäftes sind viele Tabakwaren-Einzelhändler, Dampfershops und Co. in eine wirtschaftlich bedrohliche Situation geraten. Der Handelsverband Tabak (BTWE) hat zur Unterstützung dieser Handelsunternehmer im Mai 2020 eine Corona-Hilfsaktion ins Leben gerufen. Steffen Kahnt, BTWE-Geschäftsführer: „Die Aktion zeigt, dass die Branche zusammenhält und die Händler nicht im Stich lässt. Die finanzielle Hilfe kommt direkt und unbürokratisch im Handel an.“ Zum Redaktionsschluss hatten bereits unter anderem Philip Morris, 5th Avenue, Davidoff, JTI und GIZEH eine finanzielle Unterstützung dieser Aktion zugesagt.

„Damit sie ihr Geschäft weiterbetreiben ­können, ist Liquidität für die Unternehmer jetzt ganz entscheidend.“

Torsten Löffler, Präsident BTWE

Nicht rückzahlbare Förderung

Die Förderungssumme beträgt bis zu zehn Prozent des Netto-Einkaufsvolumens (Tabakwaren inklusive Erhitzer und Verdampfer) vom Februar 2020. Das heißt, Unternehmen erhalten je geschlossenem Standort maximal 2.500 Euro. Gedeckelt wird der Betrag bei Unternehmen bis 25 Filialen auf 10.000 Euro, bei 50 Filialen auf 15.000 Euro und bei mehr als 50 Filialen auf 30.000 Euro. Der Unterstützungsbetrag stellt eine einmalige, nicht rückzahlbare Förderung dar. Bedingung für die Antragstellung ist eine Mitgliedschaft im Einzelhandelsverband. Bemerkenswert: Infolge der Aktion melden erste Regionalverbände neue Mitgliedsanträge.

Wie wichtig schnelle finanzielle Hilfe ist, betont BTWE-Präsident Torsten Löffler: „Die Coronakrise hat die Tabakwaren-Einzelhändler in einigen Bundesländern hart getroffen. Damit sie ihr Geschäft weiterbetreiben können, ist Liquidität für die Unternehmer jetzt ganz entscheidend.“ Das BTWE-Präsidium bedanke sich bei allen Unterstützern der Corona-Hilfsaktion. „Gerade für den inhabergeführten Tabakwaren-Facheinzelhandel ist dies ein wichtiger Baustein, um sein Überleben zu sichern.“

„Die Aktion zeigt, dass die Branche zusammenhält und die Händler nicht im Stich lässt.“

Steffen Kahnt, Geschäftsführer BTWE

Aktuelle Themen des BTWE

Track & Trace: Sicherstellung der Warenversorgung trotz Abverkaufsfrist für nicht konforme Ware bis 20. Mai 2020.

Verbot von Mentholzigaretten: Forderung nach verlängerter Abverkaufsfrist wegen Corona-bedingter Schließungen über den 20. Mai 2020 hinaus.

Außenwerbeverbot für Tabakwaren: Fachhandel muss auch weiterhin in und am Geschäft werben dürfen.

Schlagworte: Coronavirus, Coronakrise, Handelsverband Tabak

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