Coronakrise

Hilfe für Tabakhändler

Durch die behördlich angeordnete Schließung ihres Geschäftes sind viele Tabakwaren-Einzelhändler in eine wirtschaftlich bedrohliche Situation geraten. Der Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) hat zur Unterstützung dieser Läden jetzt eine Corona-Hilfsaktion gestartet.

04.05.2020

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Mitglieder der Einzelhandelsorganisation, deren Geschäft im Rahmen behördlicher Auflagen zur Corona-Krise geschlossen wurde, können jetzt bis zu 2.500 Euro Förderung beantragen.

Mitglieder der Einzelhandelsorganisation, die maximal zwei Tabakwaren-Fachgeschäfte betreiben und deren Geschäft im Rahmen behördlicher Auflagen zur Coronakrise geschlossen wurde, können jetzt bis zu 2.500 Euro Förderung beantragen. Das teilt der BTWE mit. Im Rahmen der Hilfsaktion, für die Philip Morris und 5th Avenue bereits finanzielle Mittel zugesagt haben, sollen insbesondere solche Mitglieder der Einzelhandelsorganisation berücksichtigt werden, die folgende Kriterien erfüllen und nachweisen:
 
1. Das Einzelhandelsgeschäft ist Tabakwaren-Fachhändler in der Bundesrepublik Deutschland und macht mehr als 50 Prozent seines Umsatzes mit Tabakwaren und Potenziell Risikoreduzierten Produkten (PRRP).

2. Das Geschäft wurde im Rahmen behördlicher Anordnung zur Corona-Krise geschlossen.

3. Der Händler betreibt maximal zwei Geschäfte, die beide die Kriterien (1) und (2) erfüllen.
 
Der Unterstützungsbetrag stellt eine einmalige nicht rückzahlbare Förderung dar und ist auf die maximale Summe von 2.500 Euro pro Einzelfall begrenzt.
 
Um die Förderung aus der Corona-Hilfsaktion zu beantragen, müssen die betroffenen Unternehmer zwei Formulare ausfüllen und mit Belegen bis zum 18. Mai an btwe@einzelhandel-ev.de senden. Die Zuteilung der Unterstützungsbeiträge erfolgt nach der Reihenfolge des E-Mail-Eingangs der Anträge und solange die finanziellen Zusagen der Unterstützer ausreichen. Zum Antragsformular und den Aktionsbedingungen geht es hier: tabakwelt.de/hilfsaktion

Verkaufsfrist für mentholhaltige Tabakprodukte endet

Unterdessen ist der BTWE mit seinem Vorstoß für eine Verlängerung der Abverkaufsfrist für mentholhaltige Tabakprodukte gescheitert. Gemeinsam mit anderen Verbänden hatte der Tabakverband die Forderung mit den coronabedingten Geschäftsschließungen begründet, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat eine Verlängerung der Frist jedoch abgelehnt. Damit steht fest: Ab dem 20. Mai dürfen Zigaretten und Tabake zum Selbstdrehen mit Menthol-Aroma nicht mehr vom Einzelhandel an Konsumenten verkauft werden.

Schlagworte: Handelsverband Tabak, Coronakrise

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