Coronakrise

HDE lehnt Einschränkung von Werkverträgen ab

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt vor weiteren Regulierungen bei Werkverträgen mit der Begründung des Kampfes gegen die Verbreitung des Coronavirus in der Fleischwirtschaft. Der Vorschlag ginge am Ziel vorbei, heißt es.

19.05.2020

© Imago

Der HDE lehnt ein Verbot von Werkverträgen in fleischverarbeitenden Betrieben ab.

Auch große Handelskonzerne im Lebensmittel-Bereich betrieben zumeist eigene Fleischwerke, in denen nach der Schlachtung die Zerlegung und Weiterverarbeitung der Ware erfolge, ohne dass es hier zu erhöhten Infektionen oder Missständen gekommen sei, teilt der HDE mit. Ein pauschales Verbot von Werkverträgen in der Fleischwirtschaft würde daher auch viele Handelsunternehmen erheblich treffen.

„Dieser Vorstoß des Bundesarbeitsministers ist der Versuch, eine alte SPD-Forderung durchzusetzen. Es ist völlig unklar, in welchem Zusammenhang Werkverträge mit den gehäuften Corona-Infektionen in einigen, wenigen fleischverarbeitenden Betrieben stehen sollen. Hier geht es um Missstände im Bereich des Arbeits- und Infektionsschutzes“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Aber auch die Arbeitnehmerüberlassung dürfe unter dem Deckmantel der Corona-Pandemie nicht noch weiter eingeschränkt werden.

Der Vorschlag des Ministers gehe völlig am Ziel vorbei. Aus Sicht des HDE besteht kein Zweifel, dass entsprechende Verfehlungen im Bereich des Arbeits- und  Infektionsschutzes vor Ort überprüft, abgestellt und erforderlichenfalls auch sanktioniert werden müssen. Auch die Unterbringungssituation des Personals müsse beim Infektionsschutz natürlich mitgedacht werden, so Genth weiter.

Schlagworte: HDE

Kommentare

Ihr Kommentar