Gastbeitrag

Trotz Corona mit den Kunden in Kontakt bleiben

In Zeiten weitreichender Ladenschließungen benötigen stationäre Händler neue Kanäle, um den Austausch mit Kunden zu pflegen. Wie Retailer mithilfe von Drive-to-Store-Plattformen den Fokus auch auf ihre Onlineangebote lenken können, erklärt Christoph Eck-Schmidt, Geschäftsführer der Bonial International GmbH.

Von Christoph Eck-Schmidt, Bonial International GmbH 24.03.2020

© Frank May / DPA Picture Alliance

Die erzwungene Schließung ihrer Läden macht es für Händler schwer, den Kontakt zu ihren Kunden zu halten.

Es gibt nichts schönzureden und zu relativieren – die Corona-Krise ist für den deutschen Handel, ja für die gesamte Realwirtschaft, nicht nur eine Herausforderung, sondern für viele Branchen ein existenzielles Risiko. Die Konsequenzen und Folgen sind noch lange nicht absehbar, sei es für unser Gesundheitswesen, unser gesellschaftliches Leben, die Wirtschaft, unsere Arbeitsplätze und vieles Weitere mehr.

Klar ist: Die Ausmaße der Corona-Panademie stellen vor allem den stationären Einzelhandel aktuell vor große Probleme. Der Onlinehandel hingegen zieht weiter an, das zeigen die Zahlen der letzten Tage. Das Virus zwingt die Menschen, zuhause zu bleiben, sich im Internet zu informieren und ihre Ware online zu bestellen. Dabei spielen Smartphones und Tablets eine entscheidende Rolle.

Bereits wenige Tage nach Inkrafttreten der von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten erlassenen Regelungen und Beschränkungen beobachten wir auf unserer Plattform eine extreme Verschiebung der Konsumentennachfrage in Richtung der Online-Angebote der Händler. Viele Kundengruppen öffnen sich jetzt erstmals diesem Kanal. Als Fördermitglied des Handelsverband Deuschland (HDE) wollen wir dazu beitragen, dass diese Konsumenten dem stationären Handel nicht dauerhaft verlorengehen. Dazu muss der stationäre Handel auch in schwierigen Zeiten sichtbar und mit seinen Kunden in Kontakt bleiben.

Offline-Kampagnen werden zu Online-Kampagnen

Wie andere Plattformen haben auch wir in den vergangenen Monaten daran gearbeitet, Lösungen zu entwickeln, um neben den im stationären Handel erhältlichen Angeboten unserer Einzelhandelskunden ebenso ihre im Onlinehandel erhältlichen Produkte zu bewerben. Ziel ist es, den Absatzkanal E-Commerce der Händler zu stärken. Das heißt, über eine Plattformanbindung spielen Retailer Angebote zielgenau an jene Zielgruppen aus, die Sie erreichen wollen und dies mit genau dem Werbemittel, das diese interessiert. Datengetriebenes Targeting und die mit Hilfe von Artifical Intelligence personalisierte Aussteuerung dynamischer Angebotsformate erlauben eine filialgenaue Angebotskommunikation, die skaliert.

Um die Bindung zu seinen Kunden zu halten, ist der Handel momenten mehr den je gut beraten, seine Produkte online anzubieten und aktuelle Angebote auf digitalem Wege sichtbar zu machen. Wir stellen fest, dass Nutzer diese Lösungen vermehrt annehmen und die Performance-Werte der Online-Angebote denen aus dem Stationärgeschäft gleichen.

In Zeiten von Verunsicherung und Ängsten sind Online-Plattformen zudem ein wichtiges Instrument der Kommunikation und Information. Der Handel muss aktuell Außergewöhnliches leisten. Insbesondere geht es darum, die Versorgung trotz schwieriger Umstände sicherzustellen. Zusätzlich erschweren Fake News um bevorstehende Schließungen, Engpässe, leere Regale, veränderte Öffnungszeiten etc. die Arbeit und verunsichern die Konsumenten. Große seriöse Plattformen nutzen ihre Reichweite, um ihre Nutzer sachlich korrekt zu informieren und Fake News umgegehend zu entkräften. Das schafft Vertrauen in den Handel und ermöglicht zudem auch in Krisenzeiten den direkten Austausch mit den Kunden.

Wir alle hoffen, dass sie in naher Zukunft wieder verstärkt und ohne Sorgen im stationären Lieblingsgeschäft vor Ort einkaufen können und werden.

Als Drive-to-Store-Plattform sieht sich Bonial als Marketingpartner des stationären Handels in Deutschland. Das Tochterunternehmen von Springer SE mit Hauptsitz in Berlin versorgt mit seinen Plattformen kaufDA und MeinProspekt jeden Monat nach eigegen Angaben mehr als zehn Millionen Nutzer mit aktuellen Angebotsinformationen und verbindet sie mit Geschäften und Markenwelten vor Ort. Laut Bonial nutzen mehr als 1.500 der größten Einzelhändler und Marken aus unterschiedlichen Handelssegmenten die datengesteuerten, mobilen Marketinglösungen, um ihre Angebote und Produkte zu bewerben.

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