Handelsforschung

IFH: Viele sehen Einkaufs-Beschränkungen als Freiheitsverlust

Die erste Auswertung des IFH Köln widmet sich den Themen Hamsterkäufe, eingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten und Abhilfe über Onlinedienste. Es zeigt sich: Vor allem Jüngere empfinden die Einschränkungen als Freiheitsverlust.

27.03.2020

© Geisler Fotopress / Picture Alliance

Das Institut für Handelsforschung in Köln beschäftigt sich auch mit dem Thema Hamsterkäufe.

Die aktuelle Ausgabe des neuen Corona Consumer Check des IFH zeigt, dass außerordentliche Vorratskäufe bei Produkten des täglichen Bedarfs bei den Konsumentinnen und Konsumenten beliebt sind. Grund dafür scheint die Befürchtung zu sein, nicht mehr wie gewohnt einkaufen zu können. Generell greifen Konsumenten vermehrt auf Onlinebestellungen zurück. Ein Drittel der Befragten empfindet die eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten im Rahmen der Coronakrise als Freiheitsverlust.

Rund jeder dritte Deutsche hat in der vergangenen Woche mehr Vorräte an Lebensmitteln als sonst angelegt. Das sogenannte Hamstern kommt bei Hygieneartikeln seltener vor. Hier geben nur rund 17 Prozent der Befragten an, mehr als sonst gekauft zu haben.

Den Einkauf über das Internet anstatt über den gewohnten stationären Handel haben in der vergangenen Woche 13 Prozent der Befragten wahrgenommen. Dabei lässt sich eine besondere Affinität für die Verschiebung von stationären Einkäufen auf Onlineeinkäufe bei der jüngeren Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen feststellen.

Die Einschränkung des Einkaufsverhaltens, also nicht mehr nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen einkaufen zu können, bedeutet für 31 Prozent der Befragten einen Verlust an Freiheit. Besonders eingeschränkt fühlen sich dabei jüngere Konsumentinnen und Konsumenten bis 49 Jahre.

Schlagworte: IFH Köln

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