Coronakrise

Die Abholung von Ware rechtssicher organisieren

In der Coronakrise dürfen die meisten Läden nicht öffnen. Ware online oder per Telefon zu verkaufen und vom Kunden abholen zu lassen, kann ein Ausweg sein. Der Handelsverband Tabak gibt Tipps, was dabei zu beachten ist.

26.03.2020

© Sina Schuldt / Picture Alliance

In der Krise dürfen die meisten Läden nicht öffnen.

In einigen Bundesländer sind trotz Geschäftsschließungen während der Corona-Krise Abholdienste weiter grundsätzlich erlaubt. Anbieten dürfen Händler einen Abholdienst allerdings nur, wenn das Bundesland noch keine vorläufige Ausgangsbeschränkung ausgesprochen hat beziehungsweise nur noch „Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs“ erlaubt. Die letztliche Entscheidung darüber trifft die Ordnungsbehörde vor Ort.

Folgender Ablauf eines solchen Abholdienstes wäre laut Handelsverband Tabak möglich:

► Der Kunde bestellt Ware bei seinem Fachhändler per WhatsApp, per Telefon, per E-Mail, Webshop oder über andere Plattformen und Wege des Fernabsatzes.

► Der Händler bestätigt die Bestellung. Damit kommt der Kaufvertrag zustande.

►Der Kunde bezahlt die Ware vorab, zum Beispiel per Überweisung, PayPal, Lastschrift oder nach der Übergabe per Rechnung. Eine Bezahlung vor Ort darf nicht stattfinden, es sei denn das Ordnungsamt hat dies ausdrücklich genehmigt.

► Der Kunde kommt zum besprochenen Abholort. Dieser darf sich nicht auf der Verkaufsfläche befinden (also zum Beispiel ein Bereich vor dem Geschäft).

► Der Händler hält alle vorgeschriebenen Vorgaben zum Infektionsschutz ein (Abstandsregeln, Desinfektionsmittel etc.).

► Der Händler überreicht die Ware. Hierbei muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Beispielsweise kann der Händler die Ware an einem Ort in Sichtweite deponieren. Anschließend kann sich der Kunde die Ware nehmen.

Schlagworte: Onlinehandel, Einzelhandel

Kommentare

  • Harry Haller

    Das reicht aber mMn nicht. Denn es könnte ja auch eine Dritte zufällig vorbeigekommene Person die vorbereitete Ware mitgenommen haben. Es fehlt die Identifizierung (z.B. Personalausweiskopie) der abholenden Person.
    Antworten
    28.03.2020, 15:33 Uhr
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