Corona-Pandemie

Wie der E-Commerce in der Krise gewachsen ist

Der April 2020 war für den Onlinehandel in jeglicher Hinsicht ein extrem erfolgreicher Monat. Dies zeigt eine Analyse des Software-Anbieters Bazaarvoice, der hierfür sein über 6.200 Händler und Verkäufer umfassendes Netzwerk befragt hat. Welche Kategorien besonders erfolgreich sind.

26.05.2020

© Adobe Stock

Im April konnten sich viele Onlinehändler über steigende Umsätze freuen.

Seitenaufrufe, Bestellungen, Kundenrezensionen und Kundenanfragen wuchsen demnach dreimal stärker als im März. Im Vergleich zur Entwicklung vor dem Corona-bedingten Lockdown ist insgesamt ein zweieinhalbfach so starkes Wachstum zu messen.

Schon der März 2020 war laut Auswertung im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Anstieg von 25 Prozent im Bereich der Seitenaufrufe mehr als bemerkenswert. Im April 2020 legten die Seitenaufrufe dann noch einmal um 88 Prozent zu. Auch Bestellungen nahmen massiv zu, hier sogar um 96 Prozent im Vergleich zum April 2019. Über das gesamte Jahr betrachtet lässt sich ein Anstieg bei Bestellungen von insgesamt 32 Prozent feststellen.

Die Bestellungen von Produkten, die schon im März gefragt waren, wie Sportartikel (plus 220 Prozent), Hard- und Software (plus 106 bzw.  130 Prozent), oder Spielzeug (plus 155 Prozent), legten im April verglichen mit dem Vorjahr weiter zu. Besonders hoch war der Anstieg bei Baumaterialien und Werkzeug, Bestellungen in dieser Kategorie wuchsen um 324 Prozent. Auch der Lebensmittelsektor wächst weiter stark, im April um 158 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Nachfrage nach Kleidung und Accessoires steigt wieder

Auch mancher Verlierer der Krise erholt sich wieder. Während Kleidung und Accessoires im März 2020 noch einen Bestellungsrückgang um vier Prozent zu verkraften hatten, wuchsen die Bestellungen im April 2020 um 39 Prozent. Schlechter steht es um Reisezubehör (minus 17 Prozent) und Dekorationsartikel (minus 34 Prozent). Beide Kategorien schrumpften im April, da die aktuellen Maßnahmen sowohl Reisen als auch größere Feste wie Hochzeiten verhindern.

Tobias Stelzer, Head of Sales Central Europe von Bazaarvoice, kommentiert die Ergebnisse: „Die Zahlen zeigen, welche immens wichtige Aufgabe dem Onlinehandel im Alltag der Menschen zukommt. Verbraucher kaufen mittlerweile die gesamte Produktpalette im Internet ein, auch in bisher eher unterrepräsentierten Sektoren wie dem Lebensmittelhandel oder bei Heimwerkermaterialien. Händler sollten nun besonders aktiv sein und darauf achten, dass sie die neu gewonnenen Kunden auch halten. Besonders wichtig ist hier ein exzellenter Kundendialog – sowohl in der Beantwortung von Fragen als auch beim Feedback auf Kundenrezensionen.“

Schlagworte: E-Commerce, Onlinehandel, Coronakrise

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