E-Commerce

Warum Onlinehändler auch nach der Krise profitieren

Der Onlinekanal ist in der Coronakrise weiter auf dem Vormarsch. Onlineanbieter profitieren längerfristig von einem positiven Imagewandel in der Bevölkerung – vor allem bei der jüngeren Zielgruppe. Das zeigt eine aktuelle Studie des IFH Köln.

14.07.2020

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Onlinehändler profitieren nicht nur kurzfristig von der Krise.

Der Onlinehandel hat in der Corona-Pandemie massiv an Umsatz gewonnen. Aber wie entwickeln sich Onlinekäufe mit Abflachen der Infektionszahlen? Der aktuelle Corona Consumer Check des IFH Köln in Zusammenarbeit mit Sitecore und ecx.io zeigt: Onlinekäufe sind in der Coronakrise nach wie vor beliebt, gehen aktuell jedoch leicht zurück. Dennoch zeichnet sich ab, dass das vermehrte Onlineshoppen in der Krise auch zu einer Imageverbesserung der Anbieter im Netz führt. Speziell die Kundenbindung an Onlineanbieter konnte sich in den letzten Monaten positiv weiterentwickeln, vor allem bei der jüngeren Zielgruppe.

Stationäre Einkäufe verschieben sich aktuell immer noch mehr in Richtung Online als vor der Coronakrise – wenn auch mit einem leichten Rückgang. Während bei der ersten Erhebung des Corona Consumer Check Mitte März erst 13 Prozent der Konsumenten angaben, stationäre Einkäufe bewusst auf den Onlinekanal zu verlegen, stieg dieser Wert im Verlauf der Krise stetig an bis auf 35 Prozent Anfang Mai. Mit dem Rückgang der Infektionszahlen und Wiederöffnungen im Handel verzeichnet die Verlagerung von stationären Käufen gen Online aktuell einen Rückgang von vier Prozentpunkten auf einen Wert von 31 Prozent.

Onlineanbieter werden positiver wahrgenommen

Im Verlauf der Coronakrise konnten Onlineanbieter ihre öffentliche Wahrnehmung verbessern. Besonders auffällig ist die Imageverbesserung bei den 18-29-Jährigen, den Smart Natives. 34 Prozent der Befragten haben beim Onlinekauf mittlerweile ein sicheres Gefühl, bei den Smart Natives beläuft sich der Wert auf 41 Prozent. Darüber hinaus haben sich das Sympathie-Empfinden (33 Prozent, Smart Natives 37 Prozent) sowie die wahrgenommene Kundenorientierung (32 Prozent, Smart Natives 36 Prozent) in der Pandemie verbessert. Auch das Vertrauen und die persönliche Beziehung zum Onlineanbieter wird im Verlauf der Pandemie weitaus positiver bewertet.

Das Online-Einkaufsverhalten während der Coronakrise profitiert von einer gestärkten Kundenbindung. Eine wichtige Rolle spielt nicht nur die subjektive Verbundenheit und Beziehung zum Onlineanbieter, sondern auch der Umgang mit Kundendaten und Bonusprogrammen. Letztere werden von 15 Prozent der Befragten verstärkt genutzt, bei den Smart Natives sind es sogar 25 Prozent. Noch beliebter bei der jungen Zielgruppe: Das Anlegen von Kundenkonten (37 Prozent).

Das IFH Köln analysiert im Rahmen des „Corona Consumer Check“ bevölkerungsrepräsentativ das Stimmungsbild zum Konsumverhalten in der deutschen Gesellschaft. Die erste Erhebung fand in KW 12 statt, eine zweite in KW 16. Die dritte Erhebung in KW 19 sowie die vorliegenden, aktuellen Daten wurden in KW 24 in Zusammenarbeit mit Sitecore und ecx.io, Teil der Agenturfamilie IBM iX, erhoben. Hierfür wurden 500 Deutsche in einer repräsentativen Onlinebefragung zu ihrem Einkaufsverhalten befragt.

Mehr Informationen zum „Corona Consumer Check“ sowie die kompletten vier Studien gibt es hier zum Download.

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus, E-Commerce

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