IFH-Studie

Sorge um den stationären Handel

Der dritte Corona Consumer Check des IFH Köln hebt die schwierige Lage des Einzelhandels hervor. Konsumenten befürchten demnach, dass viele stationäre Geschäfte die Krise nicht überleben.

08.04.2020

© Kzenon/Adobe Stock

Ein Bild aus der Zeit vor der Coronakrise. Derzeit sorgen sich Konsumenten um die Zukunft stationärer Geschäfte.

Zahlreiche Geschäfte aus den verschiedensten Branchen sind aktuell von den Shutdown-Maßnahmen betroffen und die Debatten rund um Lockerungen der Maßnahmen mehren sich. Befürchtungen bezüglich der Zukunft der Geschäfte gibt es nicht nur bei Unternehmern. Der Corona Consumer Check des IFH zeigt: Auch Konsumenten befürchten, dass viele Geschäfte – insbesondere stationäre Läden – die Krise nicht überstehen werden.

59 Prozent der befragten Konsumenten haben die Befürchtung, dass stationäre Geschäfte die Krise nicht überleben werden. Bei Onlineshops sind die Befragten weitaus positiver gestimmt: Nur elf Prozent sind hier der Meinung, dass Onlineshops aufgrund der Krise schließen müssen. 58 Prozent der Befragten glauben, dass Onlineshops die Krise überleben werden.

Frühjahrssaison mit 25,2 Prozent Umsatzanteil

Unabhängig von unterschiedlichen Branchenkonjunkturen erzielt der Einzelhandel üblicherweise in den Frühjahrsmonaten März bis Mai einen Umsatzanteil von 25,2 Prozent. Auf der Branchenebene zeigen sich Unterschiede. So liegt die Umsatzbedeutung der „Corona-Monate“ März bis Mai üblicherweise in den Konsumgüterbranchen bei einer Bandbreite von 19,8 Prozent bis 35,3 Prozent. Von überdurchschnittlicher Umsatzbedeutung sind diese Monate in den Branchen Garten, Fahrrad, Elektro- und Unterhaltungselektronikzubehör, Heimwerken und Schuhe.

Für den Corona Consumer Check hat das IFH Köln 1.000 Konsumenten online befragt.

 

 

Schlagworte: stationärer Handel

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