Coronakrise

So gelingt der Umstieg auf E-Commerce

Der erste Schock nach Eintritt der Coronakrise hat sich gelegt. Inzwischen haben viele Händler Wege gefunden, mit der Krise umzugehen - etwa durch den Einstieg in den E-Commerce. Wie das gelingt, erklärt Henrik Gurtmann vom Fulfillment-Dienstleister YouSellWeSend im Gastbeitrag.

21.04.2020

© Adobe Stock

Online Shops bieten Händlern eine zusätzliche Einnahmequelle. Während der Coronakrise und danach.

Wie beginnt man mit dem Online-Handel, wenn man von Null auf Hundert starten möchte? Und was benötigt ein Händler eigentlich, um zu beginnen? Voraussetzungen, um im Online-Handel durchzustarten, sind zuallererst ein Shopsystem, beispielsweise Shopify oder WooCommercem sowie ein Fulfillmentdienstleister. Letzterer übernimmt die Lagerung, Verpackung und den Versand der bestellten Waren und sollte sich für eine zuverlässige Abwicklung per Schnittstellen mit dem Shopsystem des Händlers, sämtlichen Online-Marktplätzen und KEP-Dienstleistern verbinden können.

Darüber hinaus lohnt es sich, vorher genau zu schauen, ob und wenn ja, welche Retourenprozesse der Fulfillmentdienstleister anbietet. Je nach Händler-Sortiment können dabei unterschiedliche Anforderungen anfallen. Es empfiehlt sich daher, auf Fulfillmentdienstleister zu setzen, die bereits die passenden Voraussetzungen mitbringen: hohe Flexibilität, digitale Strukturen und standardisierte Prozesse. 

Sind alle Produkte im Online-Shop eingepflegt und ist der Fulfillmentdienstleister mit den passenden Voraussetzungen gefunden, so empfiehlt es sich, die Reichweite des Shops zu erhöhen, damit dieser online von potenziellen Kunden gefunden wird. Dies kann beispielsweise durch SEO-Maßnahmen geschehen, also dem gezielten Einsetzen von aussagekräftigen Schlagworten. Zudem kann ein kostenfreier Google myBusiness Account angelegt werden. Besteht bereits ein Account des stationären Geschäfts, kann dieser angepasst und mit dem Hinweis versehen werden, dass die Ware nun auch online erhältlich ist.

Ein weiterer Weg, mehr Aufmerksamkeit zu generieren, ist der Weg über soziale Netzwerke, wie Pinterest, Instagram oder Facebook. Sollte trotz Krise noch genügend Budget vorhanden sein, so können Anzeigen bei Google oder in den sozialen Medien geschaltet werden. 

Die folgende Checkliste fast in Stichworten zusammen, worauf Händler beim Einstieg in den E-Commerce achten sollten:

1. Auswahl des richtigen Shopsystems

Gängige Shopsysteme sind unter anderen:

- WooCommerce
- Shopify
- Plentymarkets
- Magento
- Shopware

2. Einrichtung des Onlineshops

- Planung einer Kategoriestruktur (Aufbau, Tiefe, Content)
- Anlegen von Produkten im Shop (Name, Preis, etc.)
- Erstellung von Produktbildern
- Anlegen von Artikelbeschreibungen
- Einrichtung von zielgruppengerechten Zahlungsmöglichkeiten
- Einrichtung von Versandmöglichkeiten (mit Fulfillmentdienstleister abstimmen)
- Anlegen/Anpassung relevanter Rechtsseiten (Datenschutzbestimmungen etc.)

3. Auswahl des richtigen Fulfillmentdienstleisters

Worauf der Händler achten sollte:

- Gibt es eine Schnittstelle zum Shopsystem?
- Gibt es einen oder mehrere Lagerstandorte?
- Stellt der Dienstleister Schnittstellen zu den Marktplätzen, auf denen der Händler verkaufen will?
- Stellt der Dienstleister Schnittstellen zu den KEP-Dienstleistern, über die der Händler versenden möchte? (DHL, Hermes, DPD etc.)
- Stellt der Dienstleister das Verpackungsmaterial?
- Kann der Dienstleister auch Retouren abwickeln?

Beispiele für Fulfillmentdienstleister in Deutschland:

- YouSellWeSend
- PackAngels
- QTRADO
- Servantful

4. Auffindbarkeit des Online Shops im Internet

- SEO-Maßnahmen (aussagekräftige Schlagworte)
- Online-Werbung (z.B. über Google Ads)
- Social Media-Kommunikation (Pinterest, Instagram, Facebook)
- Google myBusiness-Account anlegen und pflegen

Schlagworte: E-Commerce

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