Coronavirus

So funktioniert Werbung in der Krise

Das deutsche Marktforschungsinstitut Mediaanalyzer hat in einer Umfrage untersucht, wie sich die Coronakrise auf das Verhalten und die Werbewahrnehmung der Verbraucher auswirkt.

21.04.2020

© imago images/Manfred Segerer

Verbraucher begrüßen einen sensiblen Umgang mit dem Thema Corona in der Werbung.

Bei der Frage nach der Nutzung von Onlinediensten geben die Befragten an, insbesondere Nachrichten-Websites (62 Prozent) und WhatsApp (46 Prozent) stärker als zuvor zu nutzen. Doch auch E-Mail (37 Prozent), Youtube (35 Prozent) und Facebook (29 Prozent) werden häufig genannt.

Auch Freizeitaktivitäten verändern sich in Zeiten von Corona. Mehr als die Hälfte der Befragten schaut aktuell am liebsten fern (51 Prozent), um sich die Zeit zuvertreiben. Telefonieren landet mit 42 Prozent auf dem zweiten Platz. Gefolgt von Bücher lesen (37 Prozent), Radio hören (35 Prozent) und Serien und Filme anschauen (35 Prozent).

Vorsicht beim direkten Thematisieren der Krise

Auf die Frage, wie sie von werbetreibenden Unternehmen angesprochen werden wollen, schlagen zwar 16 Prozent der Befragten vor, nichts an der Form der Ansprache zu verändern. Ein Großteil benennt jedoch Ansätze dafür, wie sich die aktuelle Situation bei der Kommunikation berücksichtigen lässt. Am häufigsten werden dabei Hoffnung und positive Gefühle (16 Prozent) sowie Ehrlichkeit und Fairness (12 Prozent) genannt. Aber auch praktische Ansätze wie Hygiene (acht Prozent) oder Bestellmöglichkeiten (sieben Prozent) gehören zu den Themen, die sich die Verbraucher wünschen.

Die Befragten haben ebenfalls sehr klare Vorstellungen davon, welche Inhalte momentan in Werbekampagnen möglich sind. Ganz oben steht Naheliegendes wie mit der Familie zuhause sein (82 Prozent), mit Freunden chatten (81 Prozent) oder Homeoffice (80 Prozent). Aber auch Themen wie Humor und Lebensfreude erzielen trotz Krise Zustimmungswerte von 79 Prozent. Gefolgt von Themen wie Szenen im Garten (77 Prozent), Kochen und Backen (74 Prozent), Sport (74 Prozent) und Spiel (73 Prozent).

Nur 35 Prozent der Verbraucher finden es akzeptabel, wenn Werbung die Coronakrise direkt thematisiert. Nur wenn es gelingt, dies sensibel und authentisch umzusetzen, sollte ein Bezug hergestellt werden.

Schlagworte: Werbung, Umfrage

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