Coronakrise

Kunden bevorzugen den Self-Checkout

Das Marktforschungsunternehmen POSpulse hat in Zusammenarbeit mit dem EHI das Kassenverhalten der Kunden in Zeiten von Corona untersucht. Es zeigt sich: Selbstbedienungskassen sind besonders gefragt.

07.04.2020

© dpa picture alliance/Swen Pfoertner

Kunden bevorzugen SB-Kassen und kontaktlose Zahlung.

Die soziale Distanz verändert das Verhalten an der Kasse. Eine aktuelle Befragung von POSpulse in Zusammenarbeit mit dem EHI deutet darauf hin, dass Selbstbedienungskassen immer beliebter werden. In gut 1.000 Märkten mit knapp 5.000 SB-Kassen können Kunden schon heute ihren Scan- und Bezahlvorgang selbst in die Hand nehmen. Das kundeneigene Scannen der Artikel – stationär an der Kasse oder mobil am Regal – wird als zusätzlicher Kundenservice verstanden und gewinnt in Zeiten von Corona zusätzlich an Bedeutung.

Rund 80 Prozent der aktuell Befragten haben stationäre Self-Checkout-Kassen oder mobile Selfscanning-Systeme bereits wahrgenommen und sogar 60 Prozent wünschen sich mehr solcher Kassen. Vorteile werden in kürzeren Wartezeiten, einer selbst bestimmten Geschwindigkeit am Point of Sale sowie in einer einfachen Bedienung und Bezahlung gesehen. Vor der Corona-Pandemie gaben knapp 40 Prozent der Befragten an, SB-Kassen oder sogar kassenlose Checkouts gegenüber bedienten Kassen zu bevorzugen. In Pandemiezeiten erhöht sich ihr Anteil signifikant. Als Hauptargument gilt nun, den Kontakt zu anderen Menschen und das Anfassen von Kassenband und Warentrenner vermeiden zu können.

Auch in der Art der Bezahlung zeigen sich deutliche Veränderungen: Vor Corona bevorzugten noch 38 Prozent die Barzahlung, ihr Anteil sinkt aktuell auf 18 Prozent. Während 42 Prozent dabei die klassische Kartenzahlung präferieren, nutzen weitere 31 Prozent das kontaktlose Bezahlen und rund 8 Prozent die mobilen Zahlungsvarianten.

An der Befragung von POSpulse und dem EHI haben sich 1.046 Konsumenten beteiligt.

Schlagworte: Einzelhandel, Kundenverhalten

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