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Digitale Technologien erhöhen die Transparenz und damit die Effizienz in der Logistik. Denn zuverlässige Prognosen und Frühwarnsysteme ermöglichen es, interne Geschäfts­abläufe und Supply Chains exakter zu synchronisieren. Auf welche Lösungen Unternehmen setzen sollten.
Text: Julia Miosga, Bereichsleiterin Handel und Logistik, Bitkom

Die Digitalisierung verändert nicht nur Produkte und Geschäftsmodelle, sondern auch die komplette Unternehmensorganisation. Sie schafft mehr Transparenz nicht nur in den Unternehmen selbst, sondern auch in den Wertschöpfungsketten. Das kommt der Geschäftsführung, Mitarbeitern, aber auch Kunden zugute.

Wissen und Daten können zu jeder Zeit an jedem Ort von allen erforderlichen Akteuren gleichzeitig eingesehen und geteilt werden, sie können redundant gespeichert und mittlerweile sogar fälschungssicher über die gesamte Wertschöpfungskette nachverfolgt werden. Doch welcher digitalen Technologien bedarf es dafür? Und wie trägt die Digitalisierung konkret zu mehr Transparenz für den Kunden, die Unternehmen und ganze Märkte bei?

 

Wichtige Antworten liefern die folgenden vier Beispiele:

Plattformen
Wer eine transparente Supply Chain aufbauen möchte, kommt heute nicht mehr an digitalen Plattformen vorbei. Sie verdrängen klassische Service- und Produktgeschäftsmodelle und definieren die grundlegenden Spielregeln der Ökonomie und Betriebswirtschaft neu. Heute reicht es nicht mehr, Ware und Dienstleistung auf einem Marktplatz online anzubieten. Erfolgsentscheidend für Anbieter ist es, die Nachfrage stets im Blick zu behalten und mit den Geschäftsabläufen zu synchronisieren sowie Daten zu sammeln, sie vollständig zu analysieren und letztendlich zu monetarisieren. Diese Funktionsweise ist typisch für Plattformen der dritten Generation.

Smart Data
Ebenfalls auf Sensortechnologie angewiesen sind die sogenannten Smart-Data-­Anwendungen. Durch die Zusammen­führung von Personendaten, Wetterprognosen und Erkenntnissen aus Verkehrsströmen, die mit lokalen Ereignissen wie Sport- und Kultur­veranstaltungen oder verkaufsoffenen Sonntagen kombiniert werden, lassen sich zunehmend exakte Vorhersagen für die Zukunft treffen und Verkehre entsprechend optimieren. Unternehmen lernen dabei nicht allein aus den von ihnen selbst generierten Daten. Vielmehr werden diese mit öffentlich generierten Daten verknüpft – selbstverständlich erst, nachdem sie anonymisiert wurden. Auf dieser Basis können Unternehmen Vorhersagen treffen, zu welchen Zeiten sie ihre Waren möglichst effizient ausliefern können.

Echtzeitverfolgung
Paketdienstleister unterstützen die Entwicklungen im E-Commerce ebenfalls durch innovative Lösungen. So kann der Empfänger beispielsweise mithilfe einer App sein Paket umleiten und dank Live-Tracking zu jeder Zeit sehen, wo sich dieses gerade befindet.

Sensorik
Sensorik schafft unter anderem die Grundlage dafür, Umwelteinflüsse auf sich im Transport befindliche Waren zu überwachen und auszuwerten. Dazu zählen beispielsweise Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Erschütterungen und vieles Weitere mehr. Mithilfe von Sensortechnologien lassen sich die Warenflüsse im eigenen Unternehmen steuern, also Engpässe erkennen und vorhersagen sowie Lagerbestände reduzieren, aber auch Prozesse automatisieren. Kurzum: Dank Sensorik haben Unternehmen stets die volle Kontrolle über ihre Prozesse. Das steigert die Produktivität, reduziert die Kosten und führt gleichzeitig zu einer höheren Produktqualität.

 

Dies sind nur vier Beispiele, wie digitale Technologien zu mehr Transparenz und damit zu mehr Effizienz in der Logistik führen. So ermöglichen Frühwarnsysteme für Fehler, Störungen und Verzögerungen eine bessere Koordination, und verlässliche Prognosen gestatten es, Kunden frühzeitig über Verspätungen zu informieren und dadurch ihre Zufriedenheit zu erhöhen.

All dies führt zu Gewinnoptimierung durch Ressourceneffizienz. Damit das globale Qualitätsprädikat „Made in Germany“ künftig auch in den Technologiebereichen Logistik und Supply-Chain-Management Bestand hat, obliegt es der Verantwortung deutscher Logistiker, bereits heute in digitale Geschäftsmodelle und Technologien, wie Sensorik, Smart Glasses, Blockchain und künstliche Intelligenz, zu investieren.

 

Tradeworld 2019 im Rahmen der Logimat 2019
Um innovative Konzepte für die Gestaltung, Steuerung und vernetzte Digitalisierung in den Bereichen Beschaffung, Onlineshop und Vermarktung, Payment, Intralogistik, Versand, Fulfillment, Retoure und Aftersales geht es vom 19. bis 21. Februar jeweils von 9 bis 17 Uhr auf der TradeWorld 2019 in der Messe Stuttgart. Darüber hinaus informiert die Veranstaltung über WWS-, ERP- und Logistik-IT-Systeme sowie Beratungsangebote im E-Commerce.
Julia Miosga moderiert auf der TradeWorld am Dienstag, 19. Februar 2019 von 14:45 bis 16 Uhr im Forum T der Halle 2 das Fachforum Digitalisierung bringt Transparenz in die Handelslogistik – wie digitale Technologien Ressourcen optimieren. Der Besuch ist im Messeeintritt enthalten.
Weitere Informationen finden Sie hier.

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