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Im grünen Bereich

© Edeka / Schwabach

Die Energieerzeugung wird im Handel zunehmend auf die Nutzung erneuerbarer Energien wie Photovoltaik umgestellt. Entscheidend sind dabei die jeweiligen Standortbedingungen, die im Food- und Nonfood-Handel ganz unterschiedlich ausfallen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen EHI-Studie „Energie-Monitor 2018“.

Im deutschen Handel spielt die Energiewende eine zunehmend wichtige Rolle. Viele Handelsunternehmen haben es sich zum Ziel gemacht, diese aktiv mitzugestalten und setzen daher schon beim Energieeinkauf auf nachhaltige Konzepte. So kauft ein Teil der Händler bereits zu 100 Prozent Grünstrom ein.

Beim Energieeinkauf spielt der Bezugspreis die zentrale Rolle. Für viele Händler besitzt daneben aber auch das Thema Nachhaltigkeit beim Energiebezug eine hohe Relevanz. So gibt ein Drittel der Händler an, bereits zu 100 Prozent zertifizierten Grünstrom einzukaufen. Darüber hinaus planen sieben Prozent der Händler ihren Grünstromanteil in den kommenden Jahren auszubauen, mit dem Ziel 100 Prozent zu erreichen. Der übrige Anteil (60 Prozent) der Händler gibt an, gar keinen Grünstrom einzukaufen. Ein Grund dafür ist mangelndes Vertrauen in die angebotenen Grünstromprodukte (13 Prozent).

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„Viele Grünstromprodukte sind zu Recht umstritten, denn der Handel mit Grünstromzertifikaten kann die Stromanbieter berechtigen, ihren konventionellen Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken als Ökostrom zu verkaufen“, erläutert Benjamin Chini, Projektleiter Forschungsbereich Energiemanagement im EHI. Die weiteren Gründe sind der Preis oder Kriterien wie Kooperationen mit regionalen Energieversorgern (47 Prozent).

Auch im Bereich der Energieerzeugung prüfen und realisieren Handelsunternehmen vermehrt Möglichkeiten, erneuerbare Energien wie Photovoltaik und andere Verfahren zur Eigenenergieerzeugung an Filial-, Logistik und Verwaltungsstandorten zu nutzen. Bei Photovoltaikanlagen, die vermehrt zum Einsatz kommen, spielen allerdings die jeweiligen Standortbedingungen eine entscheidende Rolle. So können Photovoltaikanlagen nur an freistehenden Gebäuden betrieben werden. Diese Voraussetzung erfüllt im Food-Handel durchschnittlich gut die Hälfte der Filialen.

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Ganz anders stellt sich dieses Verhältnis im Nonfood-Sektor dar. Hier sind im Durchschnitt weniger als 20 Prozent der Gebäude freistehend. Darunter sind vor allem Baumärkte sowie Möbel- und Einrichtungshäuser. Elektronik- oder Textilgeschäfte sind hingegen in der Regel in Innenstadtlage sowie Shopping-Centern angesiedelt. Über alle Branchen hinweg sind in Deutschland etwa 40 Prozent der Handelsgebäude für Photovoltaikanlagen geeignet. Diesem Anteil entspricht mit 38 Prozent annähernd der Anteil der Handelsunternehmen, die angeben an ihren Filialen grundsätzlich Photovoltaikanlagen zu nutzen. Von diesen Photovoltaik-Nutzern planen 88 Prozent einen weiteren Ausbau der Nutzung an den geeigneten Standorten. 12 Prozent haben nach eigenen Angaben ihr Ausbaupotenzial bereits erschöpft.

An der Studie „Energie-Monitor 2018“ haben sich 54 marktführende Handelsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Das entspricht über 32.000 Handelsfilialen beziehungsweise etwa 52 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche. Dem Nonfood-Bereich sind dabei 48 Prozent der Befragten, dem Food-Bereich 52 Prozent zuzurechnen.

Die vollständige Studie „Energie-Monitor 2018“ ist im EHI-Shop erhältlich. Mitglieder erhalten die Studie kostenlos. Die zentralen Ergebnisse der Studie sind im EHI-Shop auch als Poster erhältlich.

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