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Franchisewirtschaft wächst

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Die Franchisewirtschaft in Deutschland hat sich im Jahr 2018 dynamisch weiterentwickelt. Das belegt die statistische Auswertung des Deutschen Franchiseverbandes für das Jahr 2018. Demnach haben die bundesweit rund 990 Franchisesysteme über 128.000 Franchisepartner, das sind 3,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Insgesamt beschäftigen die knapp 168.000 (+ 3,5 Prozent) Franchisebetriebe rund 715.000 Mitarbeiter, was einem Plus von 1,2 Prozent entspricht. Diese Zahlen bestätigen erneut einen deutlichen Wachstumstrend bei Partnern, Betrieben und Beschäftigten. Mit 122,8 Milliarden Euro ist der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr konnten die befragten Franchisesysteme ihre Partnergewinnung weiter steigern. Hochgerechnet auf die Gesamtfranchisewirtschaft, setzten fast 4.500 neue Franchisenehmer auf diese Unternehmenskooperation und sorgten für ein Wachstumsplus von 3,6 Prozent. „Die Zahlen spiegeln ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 innerhalb der Franchisewirtschaft wider, die im Vergleich zur deutschen Gesamtwirtschaft ein Mehr an Dynamik aufzeigt“, analysiert Torben Leif Brodersen, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Franchiseverbandes die aktuellen Zahlen.

Wenige klassische Gründer
Um das Systemkonzept erfolgreich zu multiplizieren, setzen immer mehr Unternehmen auf neue Zielgruppen. Mit 23 Prozent stehen Angestellte, Fach- und Führungskräfte zwar immer noch an erster Stelle, dicht gefolgt von den eigenen Mitarbeitern mit 21 Prozent (+elf Prozent), freien Unternehmern (20 Prozent) und bestehenden Franchisenehmern (18 Prozent). Damit rücken die Themen Seitenwechsel – vom Mitarbeiter zum Partner, Conversion, also die Umwandlung beziehungsweise Eingliederung bestehender Unternehmen in ein Franchisesystem, und Multi-Unit-Franchising (ein Partner mit mehreren Standorten) vermehrt in die strategische Ausrichtung von Franchisekonzepten.

Franchisestatistik 2018. Anklicken zum Vergrößern.

Franchisestatistik 2018. Anklicken zum Vergrößern.

„Der tradierte Gründermarkt hat selbstverständlich immer noch Bestand. Es zeigt sich aber, dass Franchisesysteme mehr und mehr auf neue Konstellationen in ihrer Partnerstruktur setzen. Zwar stehen Angestellte sowie Fach- und Führungskräfte als potentielle Franchisenehmer noch ganz oben auf der Wunschliste, doch nimmt die Offenheit für alternative Zielgruppen spürbar zu“, fasst Torben Leif Brodersen die Ergebnisse zusammen. „Wer wachsen will, kommt um alternative Expansionsformen nicht herum. So schätzen 56 Prozent der befragten Systeme beispielsweise Multi-Unit-Franchising als eher wichtig, wichtig und sogar sehr wichtig ein. Dass die deutsche Franchisewirtschaft bereit ist, auch an dieser Stelle neue Wege zu gehen, dafür sprechen die aktuellen Zahlen eindeutig“, so Brodersen.

Dienstleistung ist Branchenspitze
Der Dienstleistungssektor ist mit 40 Prozent weiter Branche Nr. 1 im Franchising. Den zweiten Platz teilen sich mit 24 Prozent Gastronomie und Handel. Leicht gewachsen ist das Handwerk: Mit zwölf Prozent der Systeme in Deutschland schließen sich vermehrt auch traditionelle Handwerksbetriebe zu arbeitsteiligen Franchisenetzwerken zusammen. Die neue Branchenaufteilung zeigt: Es gibt Bewegung in der Mitte. Hatte die Gastronomie den Handel im Vorjahr noch überholt, zeigt sich hier in 2018 ein Gleichstand. Ob diese Splittung Bestand haben wird, werden die Statistiken der kommenden Jahre zeigen.

So unterschiedlich sich die Branchen im Franchising auch darstellen, so einheitlich zeigen sich die befragten Systeme im Status ihrer Entwicklungsphase: Mit 55 Prozent (+zwei Prozent) gab über die Hälfte der befragten Systeme an, sich derzeit in der Expansionsphase zu befinden, 14 Prozent sind in der Reife und neun Prozent in der Aufbauphase. Zahlen, die einen deutlichen Expansionsfokus aufzeigen. Dies bestätigt auch die Planung der Systeme, 2019 im Schnitt zwölf neue Franchisepartner gewinnen zu wollen.

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