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Auch Ältere bezahlen kontaktlos

© Girocard

Technologischer Fortschritt ist nicht unbedingt eine Frage des Alters. Eine aktuelle Allensbach-Umfrage belegt, dass auch die Bürger ab 60 zunehmend Gefallen am kontaktlosen Bezahlen finden.

45 Prozent der Inhaber einer Girocard in dieser Altersgruppe erachten die Bezahlung per NFC als praktisch oder sogar sehr praktisch. Über alle Altersgrenzen hinweg schätzen es sechs von zehn Inhaber einer Girocard. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, das im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme im Juni dieses Jahres 1.192 Personen ab 16 Jahren befragte. Eine zukunftsweisende Entwicklung, die unter anderem auf die intuitive Handhabung zurückzuführen ist, meint der Verein. Für das positive Ergebnis sorge auch die schnelle Verbreitung dieser Innovation: Schließlich hat sich der Kreis derjenigen, die über eine Girocard mit Kontaktlosfunktion verfügen, im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Die berührungslose Bezahlung ist hierzulande über alle Altersgrenzen hinweg beliebt: Insgesamt finden es 60 Prozent der Girocard-Inhaber praktisch oder sehr praktisch, mit der Karte kontaktlos zu bezahlen. Besonders offen zeigen sich die 16- bis 29-Jährigen (77 Prozent), die mit der digitalen Welt aufgewachsen sind. Gründe für die hohe Resonanz auf die neue Bezahlform könnten der noch schnellere und komfortablere Vorgang an der Kasse sowie die intuitive Handhabung sein. Insbesondere bei der Zahlung mit Girocard kontaktlos bis 25 Euro, die in der Regel ohne PIN-Eingabe erfolgt, kommen diese Vorteile zum Tragen.

Doch die Präsenz der neuen Technologie zeigt sich nicht nur in den Geldbörsen, sondern auch an den Ladenkassen: Laut Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft sind mit 550.000 Terminals bereits rund zwei Drittel aller aktiven Girocard-Terminals hierfür umgerüstet. Das schnelle Tempo, mit dem sich die kontaktlose Bezahlung hierzulande verbreitet, spiegelt auch die Allensbach-Umfrage wider: Der Kreis derjenigen, die über eine Girocard mit NFC-Funktion verfügen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 13 auf 29 Prozent mehr als verdoppelt. Auch der Anteil der Befragten, die die Funktion schon genutzt haben oder sich eine Nutzung vorstellen können, ist gewachsen: von 48 Prozent im Jahr 2017 auf aktuell 58 Prozent.

Auch wenn die neue Technologie bei den Bürgern hierzulande auf großes Interesse stößt, gibt es weiterhin Bereiche, in denen bisher häufig nur Barzahlung möglich ist, etwa auf dem Wochenmarkt. Knapp die Hälfte der Befragten würde es begrüßen, ihre Girocard auch bei diesen Gelegenheiten nutzen zu können (46 Prozent). Die unter 30-Jährigen zeigen sich überdurchschnittlich interessiert: 60 Prozent fänden es praktisch oder sehr praktisch auf dem Markt, im Blumenladen oder bei Lieferdiensten bargeldlos zu bezahlen. Die ältere Generation ist hier hingegen noch zurückhaltender (33 Prozent). Auch an unbedienten Endgeräten geben die „Digital Natives“ den Trend vor: Rund drei Viertel der 16- bis 29-Jährigen erachten die Bezahlung mit der Girocard beispielsweise an Snack-, Getränke-, oder Fahrkartenautomaten als praktisch oder sehr praktisch (74 Prozent). Eine Ansicht, die auch gesamtgesellschaftlich eine Mehrheit der Befragten unterstützt (59 Prozent).

Basis für die Weiterentwicklung des Bezahlens
Der Markt reagiert auf die Wünsche von Jung und Alt mit der Entwicklung innovativer Bezahl- und Terminalkonzepte. Mobile Payment ist seit Sommer dieses Jahres auf Basis der Kontaktlostechnologie möglich. Ein weiteres Beispiel sind Terminals ohne PIN-Pad, die die Deutsche Kreditwirtschaft im aktuellen, gleichnamigen Pilotprojekt erprobt. Die verschlankten Terminals ohne PIN-Pad und ohne Kartenschlitz machen es einfacher, die bargeldlose Bezahlung etwa an Automaten anzubieten. Sie lassen sich in einige Modelle einfacher einbauen oder nachrüsten und sind dadurch günstiger in der Anschaffung.

Weitere Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

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