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Run auf Regionales

© Edeka

Produkte aus der Heimat sind bei deutschen Verbrauchern gefragt. Auch bei Handelsmarken scheint der Markt für regional produzierte Artikel längst noch nicht gesättigt zu sein. Das Gros der Konsumenten (69 Prozent) hofft, bei zukünftigen Einkäufen ein umfangreicheres Angebot an “Regio-Produkten” vorzufinden – ist aber nicht bereit, dafür mehr zu bezahlen.

Bei weiblichen Verbrauchern ist der Wunsch nach mehr regionalen Produkten besonders stark ausgeprägt. Fast drei Viertel der befragten Frauen (74 Prozent) teilen die Auffassung, dass es mehr Eigenmarken geben sollte, die in der jeweiligen Heimatregion hergestellt werden. Das sind Ergebnisse des aktuellen Handelsmarkenmonitors, den die Meinungsforscher von Ipsos in Kooperation mit der  Lebensmittel Zeitung jährlich erheben.

Die Regionalität von Produkten ist den Käufern von Eigenmarken aber nicht nur persönlich ein immer größeres Anliegen, sie nehmen mittlerweile auch bei Handelsmarken einen zunehmend stärker werdenden regionalen Bezug wahr. Vier von zehn Befragten (41 Prozent) stellen fest, dass Handelsmarken immer öfter einen regionalen Bezug zur eigenen Heimat herausstellen. In den Vorjahren wurde dies lediglich von jeder dritten Person (33 bis 35 Prozent) bewusst wahrgenommen.

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Ein weiterer Faktor, der für die Käufer von Handelsmarkenprodukten besonders wichtig zu sein scheint, ist die Art und Weise der Herstellung: Die große Mehrzahl der deutschen Verbraucher (72 Prozent) ist der Meinung, dass Händler bei ihren Eigenmarken auf eine sozial und ökologisch verantwortungsvolle Herstellung achten sollten. Damit liegt der diesjährige Zustimmungswert deutlich über den Ergebnissen der Vorjahre (2016: 64 Prozent, 2017: 67 Prozent).

Die Regionalität und Nachhaltigkeit von Eigenmarken wird zwar allgemein als immer wichtiger erachtet, sollte aus Verbrauchersicht aber dennoch nicht zu Preissteigerungen führen. Nicht einmal jeder Zweite (47 Prozent) würde für Handelsmarkenprodukte aus sozial und ökologisch verantwortungsvoller Herstellung mehr Geld bezahlen. Bei Artikeln mit regionalem Bezug ist die Bereitschaft sogar noch geringer: Weniger als vier von zehn Befragten (38 Prozent) zeigen sich willens, für ein Handelsmarkenprodukt, das in der Heimatregion hergestellt wurde, auch etwas mehr auszugeben.

Unter jungen Konsumenten im Alter zwischen 18 und 39 Jahren sowie Personen mit einem höheren Einkommen ist der Anteil der Zahlungswilligen besonders hoch. Ältere (60 plus) und männliche Verbraucher zeigen sich hingegen deutlich zurückhaltender und sind seltener dazu bereit, eine Preiserhöhung für regionale und nachhaltig produzierte Produkte in Kauf zu nehmen.

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