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Heimspiel für Altmaier

© ZDH/Sarah Staiger

Steuern, Digitalisierung und Fachkräftemangel – Peter Altmaier beweist beim Parlamentarischen Abend der AG Mittelstand, dass er weiß, welche Themen den Unternehmen auf den Nägeln brennen. Text: Annika Krempel

Man kennt und schätzt sich. Dieser Eindruck bleibt nach dem Abend im Berliner Haus des Deutschen Handwerks mit Gastredner Peter Altmaier. Der Bundeswirtschaftsminister erinnert an vergangene Karnevalsfeiern und Innungstreffen und bekennt sich zum Mittelstand: „Wofür der Mittelstand steht, ist weniger eine Frage der Definition oder eines bestimmten Berufs, sondern eine Frage des Lebensgefühls.“ Modern, zukunftsgewandt und unabhängig nennt Altmaier als Attribute und fordert: „Wir brauchen mehr ­Menschen, die diese Werte leben.“ Eines seiner Ziele als Wirtschaftsminister sei daher, die Zahl der Selbstständigen zu erhöhen.

Der CDU-Politiker skizziert seine Vision, in den kommenden zehn Jahren weder Steuern zu erhöhen noch neue Schulden zu machen. Warum, fragt Altmaier, solle nicht auch in den nächsten Jahren nachhaltiges Wachstum möglich sein? „Ein Naturgesetz für den Abschwung gibt es nicht.“ Um weiter erfolgreich zu wirtschaften, sei es wichtig, auch außerhalb der Metropolen Arbeitsplätze zu schaffen, erklärt der Saarländer und blickt nach Bayern, das öffentliche Einrichtungen in ländliche Regionen verlegte und dort Arbeitsplätze schuf. Im Kampf gegen den Fachkräftemangel fordert er die Unternehmen auf, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz aktiv mitzugestalten, und sichert seinerseits Unterstützung bei der Digitalisierung zu.

Gastgeber Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), hat nur einen bescheidenen Nachtrag: Er bittet den Wirtschaftsminister darum, die Rahmenbedingungen für den Mittelstand im Auge zu behalten und beispielsweise die Höhe der Sozialbeiträge zu begrenzen.

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