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Weniger Auszubildende im Einzelhandel: Neue Berufe sollen Bewerber locken

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert mit Blick auf die Zukunft dringend eine Aufwertung der Berufsausbildung Verkäufer/in und Kaufmann/-frau im Einzelhandel. Schulen und Berufsberatung müssten Ausbildung und Studium als gleichwertige Alternativen für eine Karriere darstellen.

„Ansonsten bekommt der Handel vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der weiter steigenden Studierneigung nicht mehr ausreichend Auszubildende“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Zwar liege die Ausbildungsquote der Branche noch deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. Jedoch sank seit 2007 die Zahl der Auszubildenden im Einzelhandel der neuen Bundesländer um fast ein Viertel, im Westen nur um 1,8 Prozent.

„Im Osten sind die bittersten Jahre am Ausbildungsmarkt wohl vorbei, im Westen aber stehen die Unternehmen in den nächsten Jahren bei der Suche nach Auszubildenden vor großen Herausforderungen. Denn dort wird die Zahl der nicht-studienberechtigten Schulabgänger bis 2025 um rund 100.000 sinken“, so Genth weiter.

Studienabbrecher besser in die Qualifizierungswege des Handels integrieren

Um auch in Zukunft ausreichend Auszubildende für den Handel begeistern zu können, setzt sich der HDE dafür ein, von der zunehmenden Zahl der Studierberechtigten deutlich mehr als bislang in den Einzelhandel zu holen. Das könne aber nur mit Hilfe einer verbesserten Berufsorientierung in den Gymnasien und attraktiver Qualifizierungsangebote wie den Abiturientenprogrammen des Handels gelingen. Darüber hinaus müssten Studienabbrecher besser in die Qualifizierungswege des Handels integriert werden.

„Wir müssen jetzt gemeinsam mit Hochschulen, Schulen und Unternehmen handeln. Und wir müssen neue, moderne und attraktive Berufe schaffen. Der HDE hat deshalb den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce vorgeschlagen“, sagt Genth. Darüber hinaus stehe auch eine erneute Modernisierung der beiden Einzelhandelsberufe an.

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