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Die Klassenbesten

© GL Mode

Wer zu den Gewinnern des HDE-Awards Stores of the Year ­zählt, hat nicht nur einen besonders schönen Laden. Die sechs ­Preisträger beweisen mit ihren stationären Konzepten vielmehr, dass sich der notwendige Wandel mutig und kreativ gestalten lässt. ­Dabei lassen sie die Branche ziemlich gut aussehen. Text: Cornelia Dörries

Food
Edeka Kels, Ratingen
Vom Reiz alter Industriearchitektur kann auch ein Supermarkt profitieren. Vorausgesetzt, der Betreiber versteht es, die historische Substanz als Basis für etwas Neues zu nutzen. Die 2017 fertiggestellte Filiale von Edeka Kels in Ratingen ist ein gutes Beispiel für die Verknüpfung denkmal­geschützter Substanz und moderner Supermarktstrukturen. So verwandelte sich eine ehemalige Maschinenfabrik in eine 2.500 Quadratmeter große Genusswelt, die gleichzeitig sozialer Treffpunkt ist.

© Guido Leifhelm

© Guido Leifhelm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fashion
GL Mode, Arnsberg
Der stationäre Modehandel hat es gerade in kleinen und mittleren Städten nicht leicht. Dort sind es vor allem die alteingesessenen Händler, die mit beherzten Ideen zeigen, dass auch inhabergeführte Geschäfte bestehen können. GL Mode in Arnsberg setzt mit seinem neuen Laden auf ein Konzept, das auch einer Metropole gut zu Gesicht stünde. Dass es im Sauerland funktioniert, ist einer alten Händlertugend zu verdanken: wissen und verstehen, was die Kundschaft sich wünscht.

© GL Mode

© GL Mode

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Out of Line
Sport Förg, Friedberg
Sport Förg ist der größte Sportwarenhändler im Großraum Augsburg und tritt mit seiner neuen Filiale in Friedberg den Beweis an, dass schon der Kauf von Sport­geräten und -artikeln zum Ganzkörpererlebnis werden kann. Auf den zwei Ebenen mit insgesamt 4.000 Quadratmetern Fläche wird der Käufer fast automatisch zum Athleten. Ob im interaktiven Skisimulator, auf der Rutsche oder an der Teststation für Wanderschuhe: Die Ware aktiviert die Kunden. Diesem Prinzip folgt auch das Store Design, das auf Flexibilität und Transparenz setzt. Ein umfassender Fachservice für Wartung und Reparatur rundet das Konzept ab.

© Jens Pfisterer

© Jens Pfisterer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Concept Store
Maggi Kochstudio, Frankfurt am Main
Mit seinem Kochstudio folgt Maggi jenen Herstellern, die mit stationären Angeboten selbst zum erfolgreichen Händler werden. Doch wer in dem kleinen Store nur Tütensuppen erwartet, staunt: In der Showküche wird gekocht, es gibt Küchenzubehör und Zutaten zu kaufen, und Blogger im Laden sorgen für Echtzeitvernetzung zwischen den Kochtöpfen vor Ort und der Welt. Kunden können probieren und zuschauen. Selten hat sich ein Laden den Begriff Concept Store so ehrlich verdient.

© Maggi

© Maggi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Home & Living
Ikea, Kaarst
Dass es sich um eine besondere Ikea-Filiale handelt, wird aufmerksamen Kunden nicht entgehen. Denn anders als in den üblichen blauen Kisten gibt es auf den 25 000 Quadratmetern Verkaufsfläche reichlich Tageslicht, das durch große Fenster fällt. In Kaarst entstand der erste nachhaltig gebaute Markt des Möbelhändlers, ausgestattet mit Blockheizkraftwerk, Solarthermie und Fotovoltaikanlage sowie einem hauseigenen Dachcafé. Den Kunden stehen zudem Grillplätze und Sport­angebote zur Verfügung.

© Ikea

© Ikea

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonderpreis
Marc O’Polo Strandcasino, Heringsdorf
Der weltweit erste Concept Store der Mode­marke Marc O’Polo befindet sich nicht in New York, sondern im Nordosten Deutschlands auf der Insel Usedom. Dort wurde ein ehemaliges Spielcasino zu einem Tempel des schönen Lebens umgebaut. Denn neben den Kollektionen des Hauses, die im Erd­ge­schoss auch Wände schmücken, ­be­­her- ­­bergt das Haus Bistro und Café, einen Weinkeller sowie ein Sternerestaurant. Die perfekte Verknüpfung dieser verschiedenen Angebote war Aufgabe der Architekten, die Mode und Kulinarik in Atmosphäre übersetzten.

© Marco Polo

© Marco Polo

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