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Handel freut sich auf Weihnachten

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Der Einzelhandel rechnet mit einer Umsatzsteigerung von drei Prozent auf 94,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft des Vorjahres. Das entspricht auch der Entwicklung im Gesamtjahr 2017. Viele kleine und mittelständische Unternehmen sind dennoch pessimistisch.

„Die konjunkturellen Rahmenbedingungen sind gut. Das Weihnachtsgeschäft wird auch in diesem Jahr ein entscheidender Umsatzbringer für viele Einzelhändler“, sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser auf der Weihnachts-Pressekonferenz des Handels. Das gilt vor allem für den Innenstadthandel, den Onlinehandel und geschenkaffine Branchen. Die Umsätze im November und Dezember liegen um rund 15 Prozent, in einzelnen Branchen um bis zu 100 Prozent über dem Durchschnitt der anderen Monate. Der stationäre Handel erzielt knapp 19 Prozent, der Internethandel gut ein Viertel seines Jahresumsatzes in den letzten beiden Monaten.

Mit geringeren Erwartungen gehen allerdings viele kleinere Händler in die letzten Wochen des Jahres. „Die Schere zwischen Groß und Klein öffnet sich immer weiter“, so Sanktjohanser. Eine aktuelle HDE-Umfrage unter 400 Betrieben zeigt, dass bei Unternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten nur knapp ein Viertel für das zweite Halbjahr mit einem Umsatzplus kalkuliert. Demgegenüber rechnen 45 Prozent der Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten mit einem Umsatzplus im laufenden Jahr.

Fast jeder vierte Verbraucher will mehr Geld als im Vorjahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das zeigt eine breit angelegte Verbraucherbefragung zum Einkaufsverhalten, die vom ifes Institut der FOM Hochschule mit Unterstützung des HDE durchgeführt wurde. Im Durchschnitt will jeder Bundesbürger über zwölf Jahren rund 466 Euro in Weihnachtsgeschenke investieren, etwas weniger als im Vorjahr. Besonders gefragt sind Geschenkgutscheine und Produkte aus den Bereichen Kosmetik und Körperpflege sowie Bücher, Spielwaren und Unterhaltungselektronik.

Der Einzelhandel wird seinen Wachstumstrend im laufenden Jahr fortsetzen und seine Erlöse mithin zum achten Mal in Folge steigern können. Der Umsatz wird nach HDE-Prognose zum Vorjahr um nominal drei Prozent steigen, preisbereinigt um 1,5 Prozent. Das Umsatzvolumen beträgt 2017 über alle Kanäle voraussichtlich 501,2 Milliarden Euro. “Treiber ist und bleibt der Onlinehandel, der für rund 30 Prozent des Umsatzanstiegs in der Gesamtbranche steht”, sagte Sanktjohanser: Auch der Multichannel-Handel, der seine Heimat häufig im stationären Handel habe, wachse weiter. 55 Prozent dieser Unternehmen rechnen mit steigenden Online-Umsätzen in 2017, lediglich acht Prozent mit einem Umsatzrückgang.

Der Onlinehandel steigert seine Erlöse im laufenden Jahr um zehn Prozent auf 48,7 Milliarden Euro. Der stationäre Handel wird um zwei Prozent höhere Umsätze erzielen.

Alle Informationen zum Weihnachtsgeschäft, Grafiken und branchenspezifische Kennzahlen finden Sie hier im Überblick.

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