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Online-Umsätze wachsen zweistellig

© Otto

Der deutsche E-Commerce-Umsatz konnte auch 2016 wieder deutlich zulegen. Die hundert größten E-Commerce-Händler in Deutschland erwirtschafteten im vergangenen Jahr mit physischen Gütern einen Umsatz von 27,4 Milliarden Euro. Verglichen mit den Online-Umsätzen im Jahr 2015 (24,4 Milliarden Euro) bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von gut zwölf Prozent.

Dies ergab die Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2017“ von EHI und Statista. Ein Großteil des deutschen Online-Umsatzes entfällt erneut auf die Top-3: Amazon.de (8,1 Milliarden Euro), Otto.de (2,7) und Zalando.de (1,1) erzielen gemeinsam rund zwölf Milliarden Euro Umsatz – das entspricht rund 44 Prozent des Gesamtumsatzes der Top-100. „Es ist kein Zufall, dass gerade die Top-3-Onlineshops auch als Plattform beziehungsweise Marktplatz agieren, da ihre große Kundenbasis ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die Beispiele Otto und MediaMarktSaturn zeigen aber, dass auch eine Multi-Shop-Strategie erfolgreich sein kann“, so Christoph Langenberg, E-Commerce-Experte beim EHI.

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Auch wenn in diesem Ranking Marktplatzumsätze nicht berücksichtigt werden, sei doch auffällig, dass die Top-3-Player ihre Onlineshops auch als Marktplätze betreiben, so die Studienautoren. Ihr großer Bekanntheitsgrad verschafft ihnen einen besseren sowie breiteren Kundenzugang und macht sie zu einem attraktiven Partner für andere Händler.

Der Erfolg von Multi-Shop-Strategien zeigt sich im Ranking vor allem an der Otto Group und sowie an der MediaMarktSaturn Retail Group. Otto mit mehr als zehn Shops in den Top-100 erwirtschaftet über 4,8 Milliarden Euro. Mediamarkt.de, Saturn.de und Redcoon.de, die alle zum selben Unternehmen gehören, würden zusammengerechnet mit einem Umsatz von 1,03 Milliarden Euro an vierter Stelle rangieren. Mit ihren unterschiedlichen Shops können die Unternehmen verschiedene Zielgruppen erreichen und deren individuelle Shopping-Bedürfnisse bedienen. Zugleich besetzen sie wichtige Nischen in einem dynamischen Markt.

Als erster Lebensmittelvollsortimenter hat Rewe.de es mit Platz 58 und einem Umsatz von 108 Millionen Euro in die Liste der Top-100 geschafft. Auch Hellofresh.de hat eine gute Entwicklung gezeigt und ist von Platz 63 auf Platz 27 vorgerückt. Die Branche erwartet für das laufende Geschäftsjahr die Zahlen des in diesem Jahr gestarteten Online-Lebensmittel-Services Amazon Fresh.

Das gesamte Ranking der 100 umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland wurde der gemeinsamen Studie von EHI und Statista entnommen. Die Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2017“, in der die tausend umsatzstärksten Onlineshops untersucht wurden, erscheint am 12. Oktober 2017.

E-Commerce in den Alpenländern
Auch in der Schweiz kommen die beiden Plattformen Zalando.ch und Amazon.de dem derzeitigen Branchenprimus digitec.ch im Top-10-Ranking immer näher – der Abstand auf Platz 1 beträgt nicht einmal mehr 100 Millionen Franken. In Österreich belegen Zalando und Amazon schon unverändert die ersten beiden Plätze. Allerdings sind die Top-10 hier in diesem Jahr noch stärker von Unterhaltungselektronik geprägt: So finden sich neben e-tec.at zum ersten Mal auch Electronic4you.at, Mediamarkt.at und Cyperport.at unter den zehn umsatzstärksten Shops.

Die kompletten Top-100-Rankings aus Österreich und der Schweiz werden am 4. Oktober veröffentlicht. Die Studie „E-Commerce-Markt Österreich/Schweiz 2017“, in der die jeweils 250 umsatzstärksten Onlineshops untersucht wurden, erscheint am 29. November 2017.

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