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Um als Unternehmen in schnelllebigen Zeiten bestehen zu können, ist die Weiterbildung der Mitarbeiter unumgänglich. Die Qualifizierung beginnt mit der Ausbildung und setzt sich in Fachseminaren, Lehrgängen oder Kursen mit Zertifikat fort. Ein Überblick. Text: Ruth Lemmer

Lebenslang lernen ist mehr als eine klangvolle Forderung an Mitarbeiter. Up to date zu sein in den Fähigkeiten und Fertigkeiten, erhält Beschäftigten den Job und Firmen die Wettbewerbsfähigkeit. Anders als noch vor 20 Jahren führt das Lernen nicht mehr zwangsläufig zu langen und teuren Abwesenheiten der Bildungshungrigen im Geschäft. E-Learning heißt das Rezept: Auf dem Smartphone und am PC ist eine Menge möglich – von Lehrfilmen auf YouTube über Wettbewerbe zu Lerninhalten bis hin zu Podcasts von professionellen Weiterbildungsinstituten.

Doch der Start in die Berufe ist zunächst ein klassischer: Floristen, Tankwartinnen, Fahrradmonteure und Musikhändlerinnen werden im Handel ausgebildet, aber mit über 110 000 Auszubildenden am häufigsten sind es die Verkäufer und die Kauffrau im Einzelhandel. Nach bestandener Prüfung beginnt eine Praxisphase, in der so mancher Chef Nachholbedarf erkennt: in Warenkunde oder im Rechnungswesen zum Beispiel, im Verkaufsgespräch oder am Kassensystem. Dann bietet es sich an, mit dem Mitarbeiter gemeinsam zu überlegen, wie die Lücken geschlossen oder Aktualisierungen erreicht werden können.

Ziel muss stets sein, ein passendes Schulungsprogramm für den jeweiligen Lerntyp zu finden, sonst werden Zeit und Geld sinnlos vergeudet. Mancher mag viele kurze Sequenzen, andere konzentrieren sich lieber über längere Zeiträume. Der eine kann sich Dinge gut merken, wenn er sie hört, die andere muss den Lernstoff sehen. Einige langweilen sich bei Wiederholungen, viele brauchen Zwischentests, um den Lernstand zu kontrollieren. Lernspiele und Wettbewerbe, bei denen der Erfolg mittels Punkten gemessen und anschließend gerankt wird, kommen bei vielen jungen Leuten gut an.

Für die Kurzstreckenläufer lohnt die Suche auf YouTube – zu Verkaufsgesprächen und zur Warenpräsentation findet sich dort eine Reihe kostenloser Videos. Allerdings sollten sich die Verantwortlichen zunächst selbst anschauen, ob die Onlinefilme ihren Erwartungen entsprechen. Kurse mit persönlicher Anwesenheit lassen sich über die Stichwortsuche auf diversen Seminarportalen finden. Um die Qualität der Institute einschätzen zu können, sollte man Referenzen einholen, nach der Evaluierung der Seminare fragen und erkunden, ob es eine externe Qualitätskontrolle oder ein Qualitätszertifikat gibt.

Ein weitergehendes Thema ist die Karriere: Nicht jeder benötigt in seinem Geschäft Mitarbeiter mit IHK-Abschlüssen, wie etwa den Handelsfachwirt oder den geprüften Betriebswirt. Doch es gibt gute Gründe, aufstrebende Beschäftigte zu unterstützen. Denn so lassen sie sich im Unternehmen halten. Ältere Geschäftsinhaber können sich ihre Nachfolger heranziehen. Und wer Mitarbeitern Verantwortung in einer Filiale übergeben will oder im Franchisesystem Geschäfte lizensieren und seine Mitarbeitenden dort installieren möchte, der fährt mit Zertifikaten gut.

Bei Anbietern wie der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) laufen die Kurse berufsbegleitend. Aber auch die Industrie- und Handelskammern organisieren an ihren Standorten Kurse mit Abschlussprüfungen auf unterschiedlichen Niveaus, die parallel zur Berufstätigkeit absolviert werden.

Eine wichtige Entscheidung muss der Firmenchef bei jeder Weiterbildung treffen: nämlich, ob er sich an den Kosten beteiligt – sei es direkt an den Gebühren oder indirekt über die Gehaltskosten, indem er bezahlte Freizeit gewährt. Ein Deal mit dem Mitarbeiter bietet sich an: Der Zuschuss wird an die Zusage gekoppelt, dem Unternehmen eine befristete Zeit treu zu bleiben.

Weiterbildungsangebote im Netz
Seminarportale
seminarportal.de
kursfinder.de
kursnet-finden.arbeitsagentur.de
semigator.de
Fernlernen
sgd.de
ils.de
Weiterbildung für den Handel in Bayern
akademie-handel.de

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