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Amazon fördert und fordert

© Freudentaler Kinderladen

Vier Teilnehmer des Amazon-Förderprogramms zur Unterstützung kleiner Unternehmen sind mit dem Hauptpreis ausgezeichnet worden. Ein Überblick mit Kurzvorstellungen.

In den letzten fünf Monaten hatten alle 23 Teilnehmer des Programms unter Begleitung erfahrener Coaches am Auf- und Ausbau ihres Onlinegeschäfts gearbeitet, sich Grundlagen im E-Commerce und für den Export angeeignet, einen Maßnahmenplan umgesetzt und damit ihre digitale Geschäftsentwicklung beschleunigt. Das Förderprogramm „Unternehmer der Zukunft – lokal und um die Welt“ wird von Amazon und WirtschaftsWoche gemeinsam aufgelegt.

In der Kategorie Von Offline zu Online wurden diejenigen Teilnehmer bewertet, die erstmals in den Online-Vertrieb gestartet waren und ihren stationären Laden online unterstützen wollten. Die Jury kürte den Freudentaler Kinderladen (freudentalerkinderladen.de) zum Sieger. Das Team des Babyfachmarkts nördlich von Stuttgart, das von Peter Höschl, Geschäftsführer von shopanbieter.de, als Coach begleitet wurde, hat sich in kurzer Zeit die notwendigen Kenntnisse im E-Commerce angeeignet, ein Online-Sortiment entwickelt, drei zusätzliche Absatzkanäle im Internet geschaffen und exportiert online ab sofort in 24 Länder. Heute erzielt der Kinderladen über 30 Prozent seines Gesamtumsatzes online und konnte diesen insgesamt steigern – und mit einem bundesweiten Verleihservice wird das stationäre Geschäft weiter ausgebaut. Tobias Gellhaus, Inhaber des Freudentaler Kinderladens, sagt: „‚Unternehmer der Zukunft‘ und vor allem unser Coach haben uns im Zeitraffer in den E-Commerce geführt und binnen kürzester Zeit die Kompetenzen und Erfahrung von mehreren Jahren vermittelt.“

In der Kategorie Export ging es darum, über das Internet Kunden im Ausland zu erreichen. Hier belegte Madame Jordan (madamejordan.com) den Hauptpreis. In ihrem Berliner Atelier fertigen die beiden Gründerinnen in Handarbeit Premium-Babytragen aus ökologisch und fair produzierten Stoffen. Unter Begleitung ihres Coaches Klaus Forsthofer von MarktPlatz1 konnte das Duo mehr als 60 Produkte auf internationalen Internet-Marktplätzen listen, darunter in Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien – die USA folgen in Kürze. Der eigene Online-Shop bietet Kunden neun Sprachen. Den Anteil der Exporte am Umsatz konnten sie auf 30 Prozent ausbauen, die Kapazitäten in der eigenen Näherei wurden erweitert und die Kundenzufriedenheit liegt aktuell bei 5 von 5 Sternen. Mitgründerin Christiane Jordan sagt: „Wir sind mit ‚Unternehmer der Zukunft‘ mutiger geworden – und auch ein großes Stück professioneller. Aufgaben, mit denen wir uns früher lange aufgehalten hätten, sind wir angegangen und haben sie einfach so gemeistert.“

Im Fokus der Kategorie Markenbildung stand, die eigene Marke über digitale Kanäle und Infrastrukturen zu etablieren. Hier erreichte der Dresdner Stoffwindel-Hersteller Windelmanufaktur (windelmanufaktur.com) den ersten Platz. Unter Begleitung seines Coaches Jörg Kundrath von KAVAJ und Maßnahmen wie Produktanzeigen und Keyword-Kampagnen auf Amazon und Facebook sowie Influencer-Marketing, Pressearbeit und einem Kundenservice durch Stoffwindelberater hat das Team seine bestehende Marke für Stoffwindeln ausgebaut und bei weiteren Zielgruppen bekannt gemacht. Stephanie Oppitz, Inhaberin der Windelmanufaktur, sagt: „Durch ‚Unternehmer der Zukunft‘ konnten wir in den letzten Monaten viele neue Kunden finden, unser Geschäft ausbauen und sogar drei neue Mitarbeiterinnen einstellen: eine für Marketing, eine Näherin und eine Bürokauffrau.“

In der Kategorie Marktplätze arbeiteten die jeweiligen Teilnehmer daran, ihre Produkte auf bestehenden Internet-Marktplätzen anzubieten. Hier konnte Ordeo.de aus Uelzen die Jury überzeugen. Das Team des auf Geschäftskunden spezialisierten stationären Bürofachmarkts wurde von Coach Maximilian Markert von Amazon begleitet und ist in Ergänzung des eigenen Online-Shops auf fünf weiteren Internet-Marktplätzen (Amazon Marketplaces in Deutschland und international, Rakuten, Ebay und Geizhals) gestartet. Ordeo.de konnte neue Großkunden gewinnen, im Endkundensegment starten, die Buchhaltung läuft kanalübergreifend, drei neue Mitarbeiter wurden für den Online-Vertrieb eingestellt und bestehende Mitarbeiter sowie Azubis werden fortlaufend für das Onlinegeschäft geschult. René Neumann, Verkaufsleiter von Ordeo.de sagt: „‚Unternehmer der Zukunft‘ hat uns gezeigt, wieviel Potential Marktplätze für unser Unternehmen bereithalten. Wir konnten dadurch jede Menge Erfahrungen sammeln.“

Die vier Erstplatzierten werden im Herbst von Amazon zu einer Reise ins Hauptquartier des Unternehmens in Seattle eingeladen. Dort erhalten sie Einblicke in die Zukunft des Handels, erfahren mehr über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Logistik und lernen neue Shopkonzepte wie Amazon Books kennen. Alle Teilnehmer wurden für ihr Engagement als „Unternehmer der Zukunft“ ausgezeichnet. Für sie winkt ein Ticket für die E-Commerce-Messe Neocom in Köln, wo sie sich mit zusätzlicher Expertise für die digitale Weiterentwicklung ihres Geschäfts ausstatten können.

Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de: „Im digitalen Zeitalter helfen die Großen den Kleinen und umgekehrt. Davon profitiert der einzelne Unternehmer, aber auch die gesamte Wirtschaft. Die neuen Jobs, die im Rahmen von ‚Unternehmer der Zukunft‘ entstanden sind, belegen dies eindrucksvoll.“ Frank Dopheide, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Handelsblatt ergänzt: „Was die ‚Unternehmer der Zukunft‘ an Tatendrang und Innovationskraft gezeigt haben, ist bewundernswert – und eine Inspiration, von der globale Unternehmen, Mittelständler, Verlagshäuser oder öffentliche Einrichtungen lernen können.“

Das Programm
„Unternehmer der Zukunft – lokal und um die Welt“ war Ende Januar 2017 gestartet, um kleine Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern fit fürs Digitalzeitalter zu machen. Die 23 Teilnehmer wurden im Zuge eines Bewerbungsverfahrens von Oktober bis Dezember 2016 unter über 200 Bewerbern ausgewählt. Die Bestimmung der vier Gewinner erfolgte über ein mehrstufiges Verfahren unter Beteiligung einer hochkarätigen Jury – allesamt Experten aus E-Commerce, Handel und Unternehmertum.

Weitere Informationen und Beiträge zu den Teilnehmern finden Sie hier.

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