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Onlinegeschäft mit Hausrat

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Eine Einkaufswelt ohne Läden ist auch in Zukunft nicht vorstellbar. Doch kommt es ganz auf die Produkte an, ob Konsumenten lieber online oder stationär einkaufen.

Besonders variiert das Einkaufsverhalten, wenn es um Möbel und um Hausrat geht. Während bei der Kategorie Möbel die deutliche Offline-Präferenz auch weiterhin bestehen bleibt, stellt sich die Situation bei der Produktkategorie Hausrat ganz anders dar. Kaufen heute 63 Prozent der Befragten aus sechs europäischen Ländern ihre Haushaltswaren im Geschäft und 33 Prozent im Netz, wird 2030 mit 50 Prozent stationären Einkäufen und 48 Prozent Onlinekäufen ein ausgewogenes Verhältnis erreicht, so die Studie „Zukunft des Einkaufens – heute und 2030“ von Comarch und Kantar TNS.

„Die Firmen, die mit ihren Sortimenten bestehen möchten, sollten die Kanäle Online und Stationär durchgängig bespielen können. Wer heute ein ausgewogenes und ganzheitliches Omnichannel-Konzept verfolgt, gehört auch in Zukunft noch zu den Gewinnern“, sagt Frank Siewert, im Vorstand bei Comarch, der unter anderem ERP-Systeme bei KiK, baumarkt direkt und Bringmeister implementiert hat. Die Studie untersuicht das Einkaufsverhalten in sechs europäischen Nachbarländern. Die Antworten der 3.000 befragten Europäer zeigen einen deutlichen Trend zum Onlinehandel. Betrachtet man nur Deutschland, gibt es jedoch eine Überraschung.

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Ihre Haushaltswaren kaufen die Deutschen schon heute gern online. Mit 41 Prozent ist die Quote der Onlinekäufer fast zehn Prozent höher als bei den anderen betrachteten Ländern; dabei gibt es zwischen Männern und Frauen kaum Unterschiede. Bei genauer Betrachtung fällt der hohe Anteil an crossmedialem Shopping ins Auge: Ein Drittel der befragten Deutschen kauft online, ein Drittel kauft stationär, ein Drittel crossmedial, also entweder im Geschäft mit Onlinerecherche oder online mit vorherigem Betrachten oder Testen im Geschäft. Hier spielt auch das Alter eine Rolle: In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen ist die crossmediale Recherche vor dem Einkauf mit 49 Prozent deutlich erhöht.

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In Zukunft wird der Online-Anteil mit 52 Prozent noch vor den Stationärkäufen liegen. Dabei gibt es kaum Altersunterschiede, außer hinsichtlich der Aufgeschlossenheit für Sonderaktionen: Zwei Drittel der Onlinekäufer haben Interesse an personalisierten Angeboten, jedoch nur ein Drittel der Stationärkäufer. Auch ihre Möbel kaufen die Deutschen gerne crossmedial ein: so ist die Onlinerecherche bei immerhin 38 Prozent über alle Altersgruppen hinweg und sogar bei 58 Prozent der 18- bis 24-Jährigen gang und gäbe. Eingekauft wird dann aber vor Ort, fast 80 Prozent gehen zum Möbelkauf ins Geschäft. Und auch 2030 werden die Umsätze überwiegend in der Filiale erzielt: 62 Prozent der Verbraucher werden dort noch einkaufen, wobei die Jüngeren in Zukunft mehr zum Onlinekauf tendieren, so die Studienautoren.

Die Studie „Zukunft des Einkaufens“ steht hier zum kostenlosen Download bereit.

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