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Lastenrad für die letzte Meile

© Citymarketing Darmstadt/Rüdiger Dunker

Die emissionsarme Paketzustellung per Lastenfahrrad ist ein Geschäft mit Zukunft. Die Paketdienstleister DHL Express und GLS Germany testen den Service mit verschiedenen Projekten in mehreren Stadtzentren.

GLS bietet seinen eBike-Zustellservice neuerdings auch in Darmstadt an. Von einem Mikrodepot am Marienplatz aus stellen die eBikes an Geschäfte und Privatkunden zu. Die Hochschule Darmstadt begleitet das Projekt wissenschaftlich. Die Wissenschaftsstadt ist die fünfte Großstadt in Deutschland, in der der Paketdienstleister GLS mit emissionsarmen Lastenfahrrädern dieselbetriebene Zustellfahrzeuge ersetzt. In Konstanz, Nürnberg, Düsseldorf und Dortmund stellt GLS bereits mit dem Lastenfahrrad zu. In dem Pilotprojekt begleitet die Hochschule Darmstadt die ersten zwölf Wochen des Betriebs.

„Die Kooperation mit der Hochschule wird uns wissenschaftliche Daten über die Effekte unserer Lastenfahrräder liefern“, erklärt Eberhard Fritze, Area Manager West bei GLS. „Wir wollen die eBikes in Deutschland mittelfristig deutlich aufstocken. Mit dieser Analyse haben wir eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die genaue Umsetzung.“ Bereits Mitte März startete in Nürnberg ein ähnlicher Praxistest. Unter der wissenschaftlichen Leitung der Technischen Hochschule Nürnberg stellt GLS dort mit eBikes in der Innenstadt zu.

Derweil hat DHL Express ein neues City-Hub-Konzept für den Einsatz von Lastenfahrrädern mit Containerboxen – den DHL Cubicycles – in Innenstädten gestartet. Das Pilotprojekt beginnt zeitgleich in Frankfurt und im niederländischen Utrecht. Der City-Hub fungiert als Mikrodepot für Fahrradkuriere und ist deshalb für die Zustellung auf der letzten Meile besonders interessant.

Auf einem Anhänger, der an einen zentralen gesicherten Stützpunkt gebracht wird, können bis zu vier Behälter mit Express-Sendungen gelagert werden. Die Fahrradkuriere holen jeweils einen Container mit ihrem Cubicycle ab und beginnen in unmittelbarer Nähe die Zustellung. Gleichzeitig holen sie auch Express-Sendungen beim Kunden ab. Zum einen können in einer dieser Transportboxen bis zu einem Kubikmeter Volumen oder bis zu 125 Kilogramm und damit mehr Express-Sendungen als auf herkömmlichen Lastenrädern befördert werden. Zum anderen werden die Fahrleistung und Fahrzeit standardmäßiger Zustellfahrzeuge und damit auch die CO2-Emissionen reduziert. Jeder City-Hub kann bis zu zwei Zustellfahrzeuge ersetzen und spart so jährlich über 16 Tonnen CO2 sowie weitere Emissionen ein.

Sofern die Tests erfolgreich verlaufen, plant DHL Express den Service in weiteren deutschen und europäischen Städten anzubieten.

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