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Zwischen Coolness und Eleganz

© Manufactum

Das stationäre Einkaufserlebnis ist spannender denn je. Die fünf Preisträger des Wettbewerbs „Stores of the Year“ zeigen eindrucksvoll, wie hochwertiger Ladenbau mit unterschiedlichen Konzepten den Kunden in den Bann ziehen kann.
Text: Martin Jahrfeld

So viel Aufbruch war lange nicht. Die Jury des HDE-Wettbewerbs „Stores of the Year“ konnte in den zurückliegenden Monaten zahlreiche Handelsunternehmen kennenlernen, die in ihren Ladenlokalen enorme Kreativität und erhebliche Investitionsbereitschaft an den Tag legen. Die Teilnehmer des beliebten Wettbewerbs überzeugten mit vielseitigen innovativen Ideen und Konzepten, die ihren Kunden neuartige, mitunter gänzlich unerwartete Shoppingerlebnisse bescheren. Auffällig: Analoge und digitale Angebote werden auf der Fläche zunehmend miteinander verknüpft. Auch wenn die Entscheidung für die Sieger am Ende nicht leichtfiel – die durchgehend ansprechenden Einreichungen der Teilnehmer unterstreichen einmal mehr die Stärke des stationären Handels.

„Die Branche nimmt Fahrt auf und ist ständig dabei, sich für den Kunden neu zu erfinden. Die Bereitschaft, hierfür Geld in die Hand zu nehmen, ist groß“, resümiert Michael Reink, HDE-Bereichsleiter Standort und Verkehr und Mitglied der hochkarätig besetzten Jury. Die Integration digitaler Angebote in die Storekonzepte ist laut Reink ein ermutigender Trend. Analoge und digitale Leistungen stehen nicht etwa im Widerspruch, sondern können sich am Point of Sale auf vielfältige Weise ergänzen. Angesichts so vieler guter Nachrichten zeigten sich bei der feierlichen Preisverleihung im Berliner Ellington-Hotel nur zufriedene Gesichter. Das Niveau der Beiträge ist höher denn je. Wer nicht zu den Siegern, sondern nur zu den Nominierten zählte, durfte sich deshalb ebenfalls geehrt fühlen.

 

Anklicken zum Vergrößern © Rose Biketown

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OUT OF LINE
Rose Biketown, Bocholt
Rose Biketown spannt in seinem Flagshipstore auf 4 000 Quadratmetern einen weiten architektonischen Bogen: Betonoberflächen, offene Decken mit sichtbaren Installationen und warme Holzelemente inszenieren einen Dialog zwischen Natur und Technik. Preiswürdig war vor allem die gestalterisch herausragende Verknüpfung von online und offline. Rose Biketown Bocholt ist die konsequente Fortsetzung der stationären Strategie des Unternehmens, das bereits 2015 für seine erste Vor-Ort-Filiale in München ausgezeichnet wurde.

 

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LIVING
Manufactum, Bremen
Manufactum steht für Solidität – ein Anspruch, den die Marke auch in ihrem neuen Store in Bremen einlöst. Das im Jahr 2016 eröffnete Warenhaus befindet sich in den Räumen eines ehemaligen Bankhauses. Im Inneren des denkmalgeschützten Gebäudes regiert die Tradition. Die weitläufige Halle wird von hohen Säulen und einem edlen Fußboden aus Holz und Marmor dominiert. In der Lebensmittelabteilung des Untergeschosses bietet die originale Stahltür des ehemaligen Tressorraums einen tollen Blickfang.

 

Anklicken zum Vergrößern © Julian Belz, Lösekann

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FASHION
Lösekann, Bielefeld
Wie gewinnt man junge Neukunden, ohne die ältere Kundschaft zu verlieren? Indem man eine architektonische Brücke zwischen Tradition und Gegenwart schlägt. Bei Lösekann in Bielefeld steht großbürgerliche Eleganz im Stil der Beletage neben lichtdurchfluteter Transparenz. Dem hauseigenen Schneider kann man sogar bei der Arbeit zusehen. Eine den Treppenlauf über alle vier Geschosse begleitende Bilderrückwand führt den Kunden durch Raum und Zeit, indem sie die Historie des Modehauses nacherzählt.

 

Anklicken zum Vergrößern © Wormland

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SONDERPREIS
Wormland, Nürnberg
Jungs, die cool sein wollen, werden sich hier wohlfühlen. Als Treffpunkt für mode- und trendbewusste junge Männer setzt die Wormland-Filiale in Nürnberg auf Weitläufigkeit und lässige Eleganz. Die einzelnen Themenbereiche zeichnen sich durch unterschiedliche Materialität in der Wandgestaltung aus. Eine das gesamte Gebäude durchlaufende Säule bildet den Mittelpunkt der einzelnen Stockwerke, die von großzügigen Lichtinstallationen aus Neonröhren in Szene gesetzt werden.

 

Anklicken zum Vergrößern © Rewe/ Foto Sessner/ Andreas Koehler

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FOOD
Rewe Premium Fünf Höfe, München
Ein Lebensmittelsupermarkt passt sich konsequent seinem Umfeld an und setzt auf die Luxuskarte: Rewe verzichtet für diesen Auftritt sogar auf einen flächenprägenden Einsatz des eigenen Corporate Designs. Das ungewöhnlich große Frischeangebot, ausgesuchte Weine und Champagner sowie zahlreiche gastronomische Angebote verwandeln den Markt in ein Feinkostgeschäft mit Aufenthaltsqualität. Das Konzept markiert den Wandel hin zu individuellen, strikt zielgruppen- und standortbezogenen Lösungen.

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