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Kundenwünsche werden wahr

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Digitale Strategien prägen den Handel stärker denn je. Der von HDE und Cisco ausgerufene „Deutschland Digital Pitch“ zum ­Thema Smart Retail bot Raum für neue Ideen und Konzepte.
Text: Martin Jahrfeld

Die Zukunft des Modeshoppings wird wunderbar: Sobald eine Kundin das Geschäft betritt, erhält die Verkäuferin auf ihrem Tablet wichtige Daten über deren Größen, Lieblingsfarben und anderen Vorlieben, um sie auf dieser Basis schnell, individuell und fachgerecht beraten zu können. Anschließend prüft die Kundin ihre ausgewählten Artikel vor einem Augmented-Reality-Spiegel, der die Textilien perfekt auf ihren Körper projiziert. Lästiges Anprobieren entfällt. Zum Schluss zahlt die Kundin via Smartphone und bewertet über eine In-Store-App Verkäuferin, Laden und Einkaufserlebnis.

Geht es nach Unternehmen wie dem IT-Anbieter Cisco, gehört ein derartiger Service bald zum Alltag. Der US-Konzern arbeitet auf vielen Ebenen daran, On- und Offlinewelten beim Einkaufen zu verknüpfen. Ideen von Newcomern sind in diesem Kontext mehr als willkommen: In einer gemeinsamen Veranstaltung von HDE und Cisco erhielten vier Start-ups in Berlin die Gelegenheit, ihre Zukunftsideen einem interessierten Fachpublikum vorzustellen.

Bei der Präsentation der Konzepte im Rahmen des „Deutschland Digital Pitch“ in einer Shopping-Mall in Berlin skizzierte Stephan Tromp, stellvertretender Haupt­geschäftsführer des HDE, die Chancen des digitalen Wandels: „Für den Handel gibt es angesichts der Veränderungen keinen Grund, Klagelieder anzustimmen. Vielmehr müssen wird den Kundennutzen sehen, den viele Neuerungen bieten.“ Die Digitalisierung sei für die Branche kein Selbstzweck, vielmehr setze der Handel lediglich um, was der Kunde wolle, betonte Tromp.

Auch bei den digitalen Konzepten der teilnehmenden Start-ups ging es meist darum, den Informationsaustausch zwischen Händlern und Kunden zu verbessern. So entwickelt das Unternehmen Taggalo Videoalgorithmen und Tracking-Anwendungen, mit denen die Laufkundschaft vor einem Geschäft genauer analysiert werden kann. Die Firma CaperWhite erprobt In-Store-Anwendungen für Tablets, mit ­denen Kundenberatung und Mitarbeiterproduktivität effizienter werden sollen, während der Anbieter Rapitag eine Verbesserung des Diebstahlschutzes mittels Smartphone in Aussicht stellt.

Sieger des Pitches wurde jedoch ein Start -up, das vor allem kleineren Einzelhändlern unter die Arme greifen will: Christoph Brem, Gründer von Inventorum, will die Verfügbarkeit von Produkten in kleineren Geschäften digital bündeln und via Smartphone für die lokalen Kunden in Szene setzen: „Kleinere Händler haben keine Chance, auf der ersten Google-Seite zu erscheinen. Bei uns aber können sie ihren Warenbestand jederzeit sichtbar machen“, erläuterte der Gewinner des Abends.

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