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Wer kauft, schaut vorher aufs Handy

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Deutsche Konsumenten fahren für das passende Angebot kilometerweit, ihre Smartphones spielen die entscheidende Rolle bei Kaufanbahnung und -abschluss. Mobile Ads sorgen dabei für Aufmerksamkeit und steigern den Absatz im Einzelhandel. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage.

Das Smartphone ist stets dabei – auch beim Shoppen. Doch welche Rolle spielt das mobile Gerät beim Kaufprozess und wie wird es eingesetzt? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, hat xAd, Anbieter von standortbezogener, mobiler Werbung, im März 2016 insgesamt 1300 Smartphone-Nutzer ab 18 Jahren in Deutschland befragt. Das wichtigste Ergebnis: Das Smartphone wird situations- und ortsspezifisch genutzt und mobile Werbung spielt bei der Kaufanbahnung eine wichtige Rolle – wenn gewisse Aspekte berücksichtigt werden. „Der lokale Einzelhandel profitiert von Mobile Ads und kann so Kundenströme sowie Abverkauf maßgeblich steigern. Entscheidend ist, dass Anzeigen für den Konsumenten relevant sind und ihm einen Informationsmehrwert verschaffen“, betont auch Johannes Paysen, Country Manager Deutschland von xAd.

Die Smartphone-Nutzung im Kaufprozess

Gerade zum Start der Customer Journey spielt das Smartphone eine wichtige Rolle. So nutzt rund die Hälfte der Prozent der Befragten ihr Smartphone insbesondere zu Beginn der Kaufanbahnung. Die ist für Unternehmen zugleich der beste Moment, um Einfluss auf die Entscheidungsfindung zu nehmen. Aber auch in der Überlegungsphase nehmen rund die Hälfte der Leute das Smartphone zur Hand, um Marken und Geschäfte in die nähere Auswahl einzubeziehen. Kommt es zum Kauf, erfolgt dieser bei rund einem Drittel der Käufer mobil. Wenn die mobile Suche einmal gestartet ist, schließen zwei Drittel der Befragten den Kauf auch tatsächlich ab. Dabei scheinen Konsumenten den Erwerb des sie interessierenden Produkts kaum erwarten zu können, da über 70 Prozent den Kauf noch am selben Tag der Suche abschließen möchten. Nur drei Prozent wollen sich damit länger als einen Monat gedulden. Im Nachgang teilen immerhin sieben Prozent ihre Erfahrungen zum Kauf oder Produkt in den sozialen Netzwerken via Smartphone mit.

Smartphone-User rufen mobile Ads regelmäßig auf

Mobile Anzeigen finden eine hohe Zustimmung unter den Befragten. Mit gut 50 Prozent gibt mehr als die Hälfte an, innerhalb der letzten 30 Tage auf mobile Ads geklickt zu haben. Am meisten angesprochen fühlen sie sich grundsätzlich von Anzeigen, die ihren Interessen entsprechen und damit relevant sind oder Coupons sowie sonstige Angebote enthalten. Im Hinblick auf die werbenden Branchen zeigen sich allerdings Unterschiede. So haben innerhalb der letzten 30 Tage je rund 30 Prozent der Befragten eine Mobile Ad aus den Bereichen Mode und Bekleidung, Reisen sowie Video- und Computerspiele aufgerufen, während die Lebensmittelbranche sowie die Bereiche Beauty und Wellness mit rund 20 Prozent am Ende der Skala stehen.

Was Mobile Ads erfolgreich macht

Wenn eine Anzeige aufgerufen wird, sind Marken und Neuigkeiten für ein Drittel der Konsumenten der ausschlaggebende Impuls. Interessanterweise geben genauso viele an, dass sie nur aus Versehen auf eine Anzeige im Zuge ihrer Informationssuche geklickt haben. Ein Viertel schaut sich für sie relevante Werbung an, die jedoch nichts mit der ursprünglichen Suche zu tun hat. Testimonials animieren dabei nur zwölf Prozent, sich mit einer Anzeige zu befassen. Fehlende Relevanz ist für rund die Hälfte der User der am häufigsten genannte Grund, eine mobile Ad nicht zu beachten. Hingegen führen interessante Anzeigen zu weiteren Interaktionen. Wurde eine Anzeige durch den Nutzer aufgerufen, schaut sich rund ein Drittel die Webseite des Geschäfts an und ein Viertel sucht danach nach weiteren Informationen für das beworbene Produkt. Den Weg ins lokale Geschäft knapp jeder fünfte Shopper.

Wer schaut, der kauft

Wurde eine Anzeige angeschaut, kaufen rund 20 Prozent der Befragten auch das Produkt, während die gleiche Zahl einen Coupon oder ein Sonderangebot einlöst. Weitere rund 20 Prozent ziehen den Kauf zumindest in Erwägung. Der Kaufabschluss selbst erfolgt bei rund 25 Prozent im Geschäft, 35 Prozent bleiben ihrem Smartphone treu und knapp 40 Prozent wechseln für die Transaktion zum PC.

 

160811 xAd - Mobile Path to Purchase

 

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