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Kaufkraft der Best Ager

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Aktiv, interessiert, qualitätsbewusst: Die Generation 50plus ist für den Konsum unersetzlich. Zu diesem Schluss kommt das „Konsumbarometer 2016 – Europa“, das die Ergebnisse einer Befragung von über 10.500 Verbrauchern aus 13 europäischen Ländern präsentiert.

Wie lebt die Generation 50plus? Welche Ziele und Wünsche hat sie? Und was steht bei ihnen auf dem Einkaufszettel? Diese Altersgruppe hat nach vielen berufstätigen Jahren Zeit, den Ertrag ihrer Arbeit zu genießen. „Die Gruppe der Generation 50plus ist sehr groß. Allein der Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen wird im Jahr 2050 bei knapp 30 Prozent liegen“, erklärt Gerd Hornbergs, Geschäftsführer der Commerz Finanz GmbH, die die Studie in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Bipe vorgelegt hat: „Die Best Ager verfügen über eine hohe Kaufkraft und haben häufig viel Zeit für Freizeit und Shopping. Sie legen vor allem Wert auf Qualität. Digitale Geräte besitzen sie oft schon vor ihren Kindern.“

In den kommenden Monaten möchten die europäischen Konsumenten vor allem in die Freizeit (56 Prozent) und digitale Geräte (52 Prozent) investieren. Das passt zu den Hobbys der über 50-Jährigen, die nach der Arbeit gerne komfortabel entspannen. Auch an Elektrohaushaltsgeräten sind die Europäer interessiert – mit 39 Prozent sogar mehr als im Vorjahr (2015: 36 Prozent). Die Deutschen legen ihren Fokus auf das Eigenheim. 47 Prozent der Befragten planen eine Renovierung oder einen Umbau der eigenen vier Wände, und 35 Prozent haben vor, in neue Möbel zu investieren. An erster Stelle stehen ebenfalls Ausgaben für Reisen oder Aktivitäten in der Freizeit (59 Prozent).

Netzaffine Senioren
Die Europäer haben bei der Wahl der Einkaufsstätten je nach Land und Altersgruppe unterschiedliche Vorlieben. Die Generation 50plus bevorzugt nach wie vor den stationären Handel. Bei alltäglichen Produkten wie Lebensmitteln spielt das Internet für sie kaum eine Rolle. Auch bei größeren Anschaffungen ziehen die über 50-Jährigen die Beratung vor Ort vor. Nur Reisen (41 Prozent) und Freizeitartikel (41 Prozent) kaufen sie vermehrt im Internet. Anders die Deutschen: Sie haben eine große Affinität für Shopping per Mausklick. Besonders Bekleidung, Elektrohaushaltsgeräte und Möbel stehen beim virtuellen Kauf hoch im Kurs. „Onlineshopping ist in Deutschland keine Altersfrage mehr“, weiß Alexander Wild, Experte für Senioren-Marketing: „Kleidung, Bücher, Freizeitartikel – wenn es um die Bestellung per Mausklick geht, sind Deutschlands über 50-Jährige europaweit führend: nicht zuletzt, weil diese neuen Einkaufsroutinen an die lange Tradition des Versandhandels in Deutschland anknüpfen.“

In ihrer Freizeit möchten die über und unter 50-Jährigen das Gleiche: entspannen und Zeit mit ihren Liebsten und den schönen Dingen des Lebens verbringen. Die unter 50-Jährigen sind im Vergleich aktiver und häufiger unterwegs. Dafür verbringt die Generation 50plus mit durchschnittlich 27 Stunden pro Woche mehr Zeit vor dem Fernseher und im Internet als die Jüngeren (rund 21 Stunden). Auf der „digitalen Poleposition“ liegen Großbritannien, Belgien und Frankreich.

Häufiger als die Jüngeren geht die Generation 50plus spazieren (36,5 Prozent mindestens vier Stunden wöchentlich) und beschäftigt sich zu Hause. So verbringt fast jeder Zweite mindestens vier Stunden in der Woche mit Büchern, Gesellschaftsspielen und anderen Freizeitaktivitäten. Außerdem betätigt sich mehr als jeder dritte über 50-Jährige (35 Prozent) mindestens einmal die Woche handwerklich im Haus oder Garten. Über alle Altersgruppen hinweg ist Sport bei den Europäern die beliebteste Freizeitaktivität (41 Prozent der Befragten sind mindestens einmal pro Woche sportlich aktiv), gefolgt von Handwerken (29 Prozent mindestens einmal die Woche) und Zeit mit Familie und Freunden verbringen (53 beziehungsweise 43 Prozent mindestens einmal in der Woche).

Die Freizeitgestaltung der Deutschen entspricht der ihrer europäischen Nachbarn. Mit einer Ausnahme: Die ältere Generation in Deutschland verbringt deutlich weniger Zeit mit Familie und Freunden. Nur rund jeder Dritte sieht seine Familie oder Freunde jede Woche. Die Studie steht hier zum Download bereit.

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