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Warmer Winter plagte den Schuheinzelhandel

Wer hatte schon im November und Dezember Lust auf Fellstiefel? Vor allem die viel zu warmen Monate zum Jahresende 2015 sind dem stationären deutschen Schuheinzelhandel zum Verhängnis geworden. Laut Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) sind die Frühlingstemperaturen der Hauptgrund für das Umsatzminus der Branche von rund 1 Prozent in 2015.

„Von der im Allgemeinen sehr positiven Konsumstimmung in Deutschland, die dem Einzelhandel insgesamt ein ansehnliches Wachstum von etwa 3 Prozent bescherte, konnte unsere Branche leider nicht profitieren. Bereits das erste Halbjahr vermochte mit einem Umsatzrückgang von 1,5 Prozent nicht zufrieden zu stellen. Enttäuschend verlief auch die zweite Jahreshälfte. Denn die Nachfrage nach Schuhen war verhalten“, beklagt Brigitte Wischnewski, Präsidentin des BDSE.

 

 Foto: fotolia/the_builder

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Die kleineren und mittleren Unternehmen mussten demnach sogar ein Minus von etwa 2 Prozent verbuchen, während die größeren, expansiven Filialbetriebe – nicht zuletzt aufgrund der Eröffnung neuer Filialen – eher bei einem Umsatz-Pari gelegen haben dürften. Auch profitieren laut Wischnewski die Umsätze der Großfilialisten, die mittlerweile als Multichannel-Anbieter agieren, stärker vom wachsenden Online-Geschäft.

Online mit moderatem Wachstum

Zwar hatte der Online-Handel in diesem Winter ebenfalls mit den ungünstigen Witterungseinflüssen zu kämpfen. Erste Zahlen weisen jedoch darauf hin, dass der Online-Handel mit Schuhen in 2015 im Durchschnitt ein Umsatzwachstum erzielt hat, und zwar in Höhe von rund 7 Prozent. Gemessen an den zweistelligen Wachstumsraten noch vor wenigen Jahren ist dies allerdings eine eher moderate Steigerung.

Der Kauf von Schuhen im Internet hat sich bei den Konsumenten mittlerweile etabliert. Der BDSE geht davon aus, dass der Marktanteil des Online-Handels bei Schuhen zwischenzeitlich 15 Prozent erreicht hat.

Das Online-Business dürfte auch in den kommenden Jahren weiter steigen, dafür spricht schon die hohe Internet-Affinität der nachwachsenden Kundengeneration. Denn bei Mode und Schuhen sind die jüngeren Käufersegmente deutlich aktiver beim Online- Shoppen als ältere Kunden, wie das Kölner Institut für Handelsforschung unlängst ermittelte.

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