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Der Sound der 1990er erobert den Point of Sale

Die Deutschen ließen sich im vergangenen Jahr beim Shoppen von tanzbaren Clubsounds beschallen. Popsongs mit House- und Dance-Anleihen der späten 1990er-Jahre waren demnach 2015 die Lieblingsklänge im deutschen Handel.

Künstler wie Kygo und Zara Larsson haben eine clubbige Atmosphäre in die Chartlandschaft gebracht und damit auch den Point of Sale erobert. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung von Mood Media, einem Anbieter von Instore-Marketinglösungen, hervor.

Warum ist der Dance-Sound der 1990er-Jahre aktuell in den Geschäften so beliebt? „Die Retro-Elemente sprechen gleich zwei Generationen an, der Handel erreicht mit dieser Musikauswahl eine große Zielgruppe“, sagt Stefan Gill, Creative Director von Mood Media und Spezialist für die Musikauswahl am Point of Sale. Gerade der Fashion-Bereich kann so mit elektronischer Musik seinen modernen, hippen Charakter unterstreichen und trotzdem die breite Masse der Konsumenten ansprechen. Die perfekte Instore-Playlist liegt laut Stefan Gill genau in der Schnittmenge zwischen dem Geschmack der Zielgruppe und dem, was zum Image der jeweiligen Marke passt. Auch andere Faktoren wie zum Beispiel die Tageszeit beeinflussen die Musikauswahl.

Die Top 10 der beliebtesten Instore-Hits 2015:

1. Carly Rae Jepsen, I Really Like You
2. Jason DeRulo, Want To Want Me
3. John Newman, Come And Get It
4. Kygo, Stole the Show (feat. Parson James)
5. Omi, Hula Hoop
6. The Weeknd, Earned It
7. Zara Larsson, Lush Life
8. Anna Naklab feat. Alle Farben & Younotus, Supergirl
9. Ellie Goulding, On My Mind
10. Lost Frequencies, Reality

Die Erhebung gibt die meistgespielten Musiktitel in mehr als 20.000 Verkaufsstellen über das Jahr verteilt wieder und zeigt, welche Musik bei den Handelstreibenden besonders hoch im Kurs steht.

90er Jahre Trend hält weiter an

Auch im kommenden Jahr werde der 1990er-Jahre Hype die Konsumenten am Point of Sale begleiten, so die Einschätzung von Stefan Gill. „Aufgrund der großen Fanbase wird es auch an inspirierten Nachwuchstalenten nicht mangeln“, erklärt der Musikexperte. Zudem werden sich im Sportjahr 2016 auch die Olympischen Spielen in Rio und die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich in den Instore-Playlisten niederschlagen, da die jeweiligen offiziellen und inoffiziellen Songs häufig große Erfolge werden und dementsprechend nachgefragt werden.

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