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Studie untersucht Energieeffizienz der deutschen Handelsgebäude

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In Deutschland gibt es 660.000 bis 690.000 Verkaufsstellen des erweiterten Einzelhandels. Daraus lässt sich auf eine Gesamtzahl von 504.000 bis 528.000 Handelsgebäuden schließen. © Gerhard Seybert - Fotolia.com

Im Vergleich aller gewerblich genutzten Immobilien in Deutschland haben die Handelsgebäude nach den Büroimmobilien den zweithöchsten Energiebedarf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das EHI im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena) erstellt hat. Es wurde der Gebäudebestand des deutschen Einzelhandels ermittelt und auf Energieeffizienz hin untersucht.

Anzahl der Handelsgebäude

In Deutschland gibt es 660.000 bis 690.000 Verkaufsstellen des erweiterten Einzelhandels (inklusive Bäckereien, Metzgereien, Friseurbetriebe, Autohäuser). Daraus lässt sich auf eine Gesamtzahl von 504.000 bis 528.000 Handelsgebäuden schließen. Während 18 Prozent der Gebäude reine Nichtwohngebäude (NWG) sind, handelt es sich bei 82 Prozent um mischgenutzte Gebäude, in denen sich gewerbliche Einheiten und Wohneinheiten befinden.

Altersstruktur

Fast 81 Prozent aller Handelsgebäude wurden vor 1978 erbaut, also bevor die baulichen Vorgaben der ersten Wärmeschutzverordnung wirksam wurden. Von den NWG wurden bereits 38 Prozent mindestens nach den Vorgaben der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet, bei den mischgenutzten Gebäuden trifft dies nur auf 15 Prozent zu – so die Studie „Energieeffizienz im Einzelhandel. Analyse des Gebäudebestands und seiner energetischen Situation“.

Energie: Kosten und Bedarf

2013 lagen die Energiekosten der 250 umsatzstärksten Vertriebslinien des Handels durchschnittlich zwischen 1,3 und 1,7 Prozent des Nettojahresumsatzes. Bei einer durchschnittlichen Gewinnmarge von 1,5 Prozent entsprechen die Jahresenergiekosten damit in dieser Gruppe in etwa 100 Prozent des Gewinns.

Der Bereich Kältetechnik stellt im Food-Handel den größten Energieverbrauch dar, gefolgt von Beleuchtung und Klimatisierung. Bei Nonfood-Händlern ist Beleuchtung der größte Kostentreiber und Klimatisierung belegt Rang zwei. Darüber hinaus wird besonders im Bereich Heizenergie das Potenzial zur Energieeinsparung bisher selten genutzt.

Eine Folgestudie soll weitere Erkenntnisse zu Eigentümerstrukturen und den energetischen Zustand der Gebäude liefern. Kooperationspartner der Folgestudie sind die dena, Danfoss, das EHI, der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA). Die Studie wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

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