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Ein Blick hinter die Kulissen der Textilbranche

Die Textilbranche umfasst eine große Produktpalette: Bekleidung, Vorhänge und Bodenbeläge. Auch in Brückenpfeilern und Flugzeugtragflächen sind Textilfasern enthalten. Das Magazin Creditreform hat Fakten rund um Herstellung und Handel zusammengestellt:

Die Herstellung:

 

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Der Handel: 

 

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Sport top – Bio flop

94 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen kennen Nike oder H&M. Doch lediglich sechs Prozent das Nachhaltigkeitslabel Armedangels.

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Drei Fragen an…

Textilmarktforscher Bernd Lochschmidt von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erzählt im Interview im aktuellen creditreform-Magazin, dass dem Textileinzelhandel neue modische Impulse fehlen, warum Rabatte keine Lösung sind und was die Politik tun muss.

 

Wie steht der Textileinzelhandel aktuell da?

Bernd Lochschmidt: Nicht gut. Es gibt eine Vielzahl von Kämpfen, die gefochten werden müssen: Internet, FOCs und Lebensmitteldiscounter erobern den Fashionmarkt. Es gibt ein Überangebot an Ware, zurückgehende Nachfrage und daher andauernden Preiskampf. Neue modische Impulse fehlen. Und außerhalb des Modemarkts buhlen sehr attraktive Angebote wie Smartphones, Tablets und Kreuzfahrten erfolgreich um das Budget des Konsumenten. So ist es nicht verwunderlich, dass trotz Flächenwachstums und immer neuer Formate die abgesetzte Menge und der Umsatz des Textileinzelhandels kontinuierlich zurückgehen.

 

Grafik Herstellung 2

Vor welchen großen Herausforderungen steht die Branche mittel- und langfristig?

Bernd Lochschmidt: Zum einen: die Erzeugung von Frequenz. Innenstädte und Shoppingcenter im Allgemeinen, aber auch der dort anzutreffende Modehandel im Speziellen müssen den Verbrauchern mehr bieten als Einkaufsorte mit langweiligen, überall gleichen und überall in gleicher Weise angebotenen Produkten. Laut einer aktuellen GfK-Befragung wird für immer mehr Leute das Einkaufen eher Frust als Lust. Zudem gilt es, den Stellenwert und Wert der Mode zu verbessern. Rabatte sind nicht die einzige Lösung, um Frequenz zu generieren – und sind langfristig gesehen sogar der Totengräber des Einzelhandels. Hinzu kommt: Die Casualisierung des Marktes, das heißt das Wegfallen anlassbezogener Kleidung ist in ein „Ich kann alles zu allem tragen“ gemündet. Dies bedeutet aber auch, dass niemand aus modischen Gründen etwas Neues benötigt. Der Textilmarkt ist auf dem besten Wege von einem Modemarkt zu einem emotionsarmen Bedarfsbefriedigungsmarkt. Der Kauf von Mode muss aber Freude machen, das heißt, die Mode an sich muss Begehrlichkeiten wecken, Ambiente, Umfeld und Shopping müssen gefallen und eben Spaß machen – dann steigen auch Frequenz und Umsatz.

 

Was kann die Politik tun, um eine positive Entwicklung zu unterstützen?

Bernd Lochschmidt: Städte und Kommunen müssen für die Rahmenbedingungen eines erstklassigen Einkaufserlebnisses sorgen. Eine rein funktionale Ausrichtung der Innenstadt ist nicht ausreichend. Shoppen muss ein kleines oder ein großes Event sein.

 

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