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Zukunft der Modewirtschaft: Gute Produkte reichen nicht mehr aus

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Die Modewirtschaft in Deutschland kann sich nicht auf ihren Produkten ausruhen. Um für die Zukunft fit zu sein, braucht es auch Strategien für den Online-Handel. © Andrey_Arkusha - Fotolia

Die deutsche Modeindustrie ist mit etwa 31 Milliarden Euro jährlichem Umsatz, 1400 Unternehmen und mehr als 130.000 Beschäftigten eine wichtige Branche in Deutschland. Ihre Zukunft ist allerdings ungewiss: Etablierte Labels gehen aufgrund stetig zurückgehender Umsätze in die Insolvenz, Warenhäuser stehen unter Dauerdruck.

Die richtige Reaktion auf die derzeitigen Umbrüche können nicht willkürliche Preissenkungen sein. Auch eine aktionistische Ausrichtung auf ständig wechselnde Zielgruppen ist keine Lösung. Zu diesem Schluss kommt der neueste BDU-Thinktank „Zukunft der Modewirtschaft“ des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU). Wesentliche Zukunftsaufgaben der Fashionunternehmen sind eine herausgearbeitete und geschärfte Markenarbeit, eine erhebliche Verbesserung der Personalentwicklung und eine intelligente Vernetzung der Online- und Offline-Welt.

Vier Experten aus den Beratungsgesellschaften BearingPoint, Ernst & Young, Hartmann Management Consultants und Mandat Managementberatung haben in einem Themendossier ihre Einblicke in die aktuellen Herausforderungen der Textilwirtschaft komprimiert zusammengefasst.

Eine Herausforderung für die Modeunternehmen: die nachhaltige Verbesserung der Personalentwicklung

Aus Sicht der Branchenspezialisten führen der zunehmende Wettbewerb zwischen Online- und stationärem Handel, aber auch veränderte Konsumgüterpriorisierungen zu erheblichem Druck bei den Modeunternehmen in Deutschland. Diesem werde zu oft mit Aktionismus – etwa in der Preis- und Markenpolitik – begegnet. Die BDU-Experten empfehlen insbesondere eine strukturierte Fokussierung auf die Zielgruppen, verbunden mit der Entscheidung, nicht durchdachte, kurzfristige Maßnahmen in Form von Kollektionsanpassungen, Nachlässen oder Zielgruppenerweiterungen bewusst zu vermeiden.

Zweite Herausforderung – gerade für den stationären Handel – sei eine nachhaltige Verbesserung der Personalentwicklung. Es sei zwingender denn je erforderlich, dass das Auftreten der Mitarbeiter stimmig zur Position der Marke und des Unternehmens passt. Dies sei trotz der hohen Fluktuationsraten alternativlos. Denn auch digitale Anforderungen, wie Kenntnisse des Online-Angebots oder Bezahlmethoden, wirken sich auf die Zufriedenheit von Kunden im stationären Handel aus.

Auch der Offline-Handel kann laut den Thinktank-Experten von den Auswirkungen der Digitalisierung profitieren. Von verbesserten Erkenntnissen über das Konsumverhalten der Zielgruppe bis zur digitalisierten Umkleidekabine seien viele Maßnahmen denkbar. Hierfür müssten künftige Trends, etwa Robotik-Technologien, laufend beobachtet und bewertet sowie verfestigte Strukturen in den Unternehmen geschaffen werden.

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