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Studie: Mitarbeiter im Textilhandel haben zu wenig Zeit für den Kunden

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Die Modewirtschaft in Deutschland kann sich nicht auf ihren Produkten ausruhen. Um für die Zukunft fit zu sein, braucht es auch Strategien für den Online-Handel. © Andrey_Arkusha - Fotolia

Textilhändler verschenken das Potenzial ihrer Stores. Aktives Verkaufen bleibt auf der Strecke und damit auch der Umsatz – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Münchener Management-Beratung Batten & Company.
Das Unternehmen hat die Filialperformance und das Kundenerlebnis von 24 Textilhändlern mittels 70 Store Checks in Berlin, München und Düsseldorf erhoben. 80 Prozent der Händler vermitteln keinen Call-To-Action an ihre Kunden, bei etwa der Hälfte steht nicht einsortierte Ware offen im Weg herum und die Mehrheit der Mitarbeiter ist mit Nebentätigkeiten beschäftigt und hat laut Studie „zu wenig Zeit für den Kunden”. Dazu müssen Kunden bei 60 Prozent der Filialen mehr als drei Minuten warten. Bei fast allen Händlern (bei 90 Prozent) werden keine aktiven Zusatzverkäufe fokussiert.
Alleine von 2009 bis 2012 hätte sich der Brutto-Bon im Bekleidungshandel von 199 Euro auf 95 Euro mehr als halbiert, so die Autoren der Studie. Ein Zeichen dafür, dass Händler ihre zentralen Vorteile dem Online-Geschäft gegenüber – ihre Stores und ihre Mitarbeiter – nicht richtig ausnutzen würden.
Premium-Marken sind die Gewinner der Studie
 
„Nur wer seine Filialprozesse konsequent auf den Kunden ausrichtet, hat eine Chance. Mitarbeiter müssen entlastet werden und aktiv verkaufen. Unser Ranking zeigt ganz klar auf, wo die Potenziale liegen. Jetzt gilt es, diese kosteneffizient zu heben, um Flächenproduktivität und Kundenerlebnis zu erhöhen“, sagt Tobias Göbbel, Managing Partner und Retail Experte bei Batten & Company.
Premium-Marken wie Max Mara und Tommy Hilfiger sind die Gewinner der Studie. “Positiv fallen in den Filialen die gepflegten Räumlichkeiten, die großzügige Ausstattung und die hohe Mitarbeiterverfügbarkeit auf”, schreiben die Autoren. Deutlich aufholen müssten dagegen Mode-Discounter wie Tally Weijl oder New Yorker, vor allem im Bereich Kundenansprache.

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